Ausplünderung, Unterdrückung und Scheinheiligkeit, die Merkmale der Hochstapler

Dr. Georg Chaziteodorou
Ödipus und Antigone von Antoni Brodowski

Zur Wahrheit gehört die ganze Wahrheit. Halbe Wahrheit ist ganze Lüge. Wer bewusst Wesentliches unterschlägt, handelt unwahrhaftig. Die Wahrheit aber kann nicht schaden.

Hierzu zwei Beispiele: Antisemitismus und Klimaschutz.

Der Begriff Antisemitismus stammt aus neuerer Zeit. Im Brockhaus von 1875 wird er noch nicht aufgeführt. Die Semiten sind eigentlich eine Völkergruppe von sprachlicher Verwandtschaft. Zu ihr gehören außer den Juden die Araber und einige andere Völker. Wenn man also jeden Antizionismus dem Antisemitismus gleichstellt, handelt unwahrhaftig.

Der Begriff Klimaschutz hängt ursächlich mit dem Begriff Wetterschutz zusammen. Ohne Wetter gäbe es kein Klima, kein mittleres Wettergeschehen. Bedeutet also Wetterschutz auch Schutz des Wetters? Natürlich nicht. Wetterschutz heißt immer noch Schutz vor dem Wetter. Der Mensch schütz sich vor dem Wetter. Blitzschutz, Hochwasserschutz, Lawinenschutz sollen die Menschen vor diesen Naturgewalten schützen und nicht umgekehrt! Es gibt also kein Klimaschutz!

Wer also anderes behauptet, handelt unwahrhaftig. Hochstapler gibt es in jedem Milieu. Auch auf der Ebene von Religionen, Staaten und Staatenunionen. Um nicht entlarvt zu werden, der Scheinheilige, Spekulant, Priester, Staat usw. operiert subtil und mächtig. Zuweilen ist er so authentisch, dass er oder die, die Täuschung selber glaubt oder glauben. Die Augen  z. B. vor folgenden konkreten Tatsachen zu verschließen, heißt scheinheilige Ignoranz (1):

  1. Verdammter Hellene (nach Friedrich Schiller? 1759-1805 n. Chr.):

«Wohin ich mein Denken dreht, wohin ich meine Seele wende, finde ich dich. Sehne mich nach Kunst, Poesie, Theater, Architektur, bist du davor, erster, unübertroffen. Suche nach Wissenschaft, Mathematik, Philosophie, Medizin, bist du führend und unüberwindbar. Durste ich nach Demokratie, Fairness und Gleichheit, bist du vor mir, unnachahmbar, konkurrenzlos. Verfluchter Hellene…

Verfluchtes Wissen. Warum soll ich dich berühren? Um zu spüren, wie klein ich bin, unwichtig, unbedeutend? Warum lassen sie mich nicht in mein Elend und in meine Sorglosigkeit?».

Ähnliches FotoOb diese „gehässigen“ Ausdrücke  von «Friedrich Schiller» oder von einem hochgestelltem Mitglied der «Edelrasse von Geistesgnaden», oder von irgendeinem Hellas feindlich gesinnten und «so genannten  europäischen Christen» stammen, ist zweirangig. Ähnliche Ausdrücke findet man in den Veröffentlichungen des Rabbiners Marcus Eli Ravage (Bild links) in der Zeitschrift The Century Magazin, der USA (2, 3):

«…vor neunzehn Jahrhunderte waren sie ein unschuldiger, gleichgültiger paganistischer Stamm…

Sie amüsierten sich (die Hellenen) in den Bergkämmen und befassten sich mit dem Wunder des Mysteriums des Lebens und haben sich die Fundamente de Wissenschaft und Philosophie gelegt. Sie hatten eine höfliche und ästhetische Kultur, die unbeeinflusst von Störungen des gesellschaftlichen Gewissens oder der menschlichen Gleichnis war. Wer weiß welches glorreiche und ehrenhafte Schicksal sie gehabt haben könnten, wenn wir (er meint wohl die Juden) euch nicht gestört hätten…

Wir haben aber euch gestört und eure Ideale, nationale Errungenschaften und Traditionen abgerissen und beiseite geschaffen und mit unserem Gesetz (die Bibel) ersetzt…

Wie haben wir es geschafft? Fast zufällig und (vielleicht) ungewollt. Etwa 2.000 Jahre früher im fernen Palästina unsere Religion war in eine Phase des Verfalls und des Materialismus eingetreten…Damals erschien ein Junger Idealist – Patriot und durchlief das Land mit Proklamationen der Notwendigkeit der Erneuerung bzw. der Widergeburt des jüdischen Glaubens. Er hatte nicht vor irgendeine neue Religion (Christentum oder und dem Islam) zu gründen…

Er stellte sich gegen die jüdische Priester und er entfernte die Händler und Geldverleiher vom Tempel. Dieser Tat erzeugte Gegnerschaft bei der etablierten jüdischen Machtschicht und deren Unterstützer, die das Land in Besitz genommen hatten. Die römische Machthaber wachten über jede revolutionäre Aktivität um die Gefahren rechtzeitig entgegenzutreten. Man hat ihm verhaftet, vor Gericht gestellt, verurteilt und durch Kreuzung hingerichtet. Die Kreuzung in der damalige Zeit war eine gewöhnliche Hinrichtungsart. Die Mitläufer von Jesus von Nazaret, meistens Sklaven und arme Frauen, organisierten sich innerhalb einer Bruderschaft von Pazifisten und teilten das Andenken ihres hingerichteten Führers und lebten in einer Art kommunistischen Systems…

Erst durch die Katastrophe von Jerusalem durch die Römer im Jahre 70 n. Chr. hat der neue Glauben an Bedeutung gewonnen. Damals ein jüdischer Patriot mit dem Namen Gamaliel Saul oder Paulus, hatte die Idee gehabt die Römer zu demoralisieren und zu erniedrigen durch Zerfall der Kampfmoral der Soldaten mit Parolen der Nächstenliebe und der Verweigerung des Todes und der Verzicht auf Widerstand. Dieser Mann mit Zustimmung der jüdischen Priesterschaft und die Führung der Erstchristen wurde Apostel der Nationen genannt…

Vorher war er Jäger der christlichen Juden. Er hoffte mit seiner Parolen den Feind für die Sache Judäas zur Vernunft zu bringen und ihn dazu zu Bewegen das Land zu verlassen…

Nach der Zerstörung Jerusalems aber verlegte Paulus den Kampf ganz nach Rom…und schließlich durch das Christentum siegte».

Die primitive Wüstenreligion des Judentums hätte keine Chance gehabt Fuß in der damaligen entwickelten Welt, um das Mittelmeer, zu fassen. Erst nach dem Tode Jesus von Nazaret taucht im Jahre 44 n. Chr. in Antiochien die Bezeichnung «Christen» auf. Jesus von Nazaret wurde als Gott erst 326 n. Chr. in Nikaia Klein Asiens ausgerufen. Wer von der heutigen Christen Europas kennt, dass Alexander der Große 658 Jahren (ab 332 v. Chr.) vor dem Jesus von Nazaret, als Gott ausgerufen und bis 300 n. Chr. als solcher verehrt wurde? Was nach dem Tod Jesus von Nazaret, in Namen und unter seinem Namen, aber oft nicht in seinem Sinne, sehr oft gegen seine Intentionen gedacht, gewollt und von Gamaliel Saul getan worden ist, hat die Sekte der Ebionim Juden, die christliche Religion und mit ihr die Geschichte des so genannten christlichen Abendlandes bis heute bestimmt.

Voraussetzung für dieses Gelingen war einerseits die Stützung der neue religiöse Ideologie auf die hellenische Sprache und Philosophie, ohne jedoch die ewigen jüdischen wertlosen Grundsätze zu verlassen, und andererseits die totale Zerstörung Hellas und des Hellenismus mit all ihren Tugenden, Werte, Prinzipien und Ideale, die auch in dem Zeitraum von 300 bis 900 n. Chr. erfolgte (7). Nach dem lateinischen Historiker Ammianus Marcellinus (6), soll der erste Auschwitz der Geschichte im alten Skythopolis (heute Bet Shean) in Israel installiert worden zu sein. Dort sind zwischen 301 und 361 n. Chr. rd. 15 Millionen Hellenen aus dem gesamten byzantinischen Reich gefoltert und anschließend umgebracht worden, weil sich weigerten als Christen getauft zu werden.

Wer das Innenleben und die innere Struktur des Judaismus und der Judenstämmige Ideologien des Christentums und Islamismus kennt, der weiß, was da die Ausrottung des eigenen Willens und die Ausschaltung des individuellen «Ichs» des Gegners in Wirklichkeit ist. Nirgendwo herrschen politische, militärische und religiöse Verbrecher absoluter und totaler, als dort wo erklärt wird, dass sie an der Stelle Gottes stellvertretend selbst Befehle erteilen und unbedingten Gehorsam beanspruchen können.

Die so genannte Religion der Liebe, das Christentums, war also zuerst verantwortlich für die Ausrottung Hellas und des Hellenismus und danach für die menschlichen Hekatomben der Inquisition. Die geistige Freiheit des Protestantismus degenerierte zeitweise zum Despotismus. Martin Luther war der jenige der rat, dass man die Synagogen anzünde, die vornehmen Häuser der Juden zerstöre, ihre Gebetsbücher und Talmudrollen vernichte, den Rabbinern das Lehren verbiete, allen Juden den Geleitschutz aufhebe, ihnen den Wucher verbiete und denen, die jung und kräftig unter ihnen, Flegel, Axt. Spaten und Spindel in die Hand gebe, damit sie wie andere ihr Brot verdienen müssen.

  1. Der Traum von Gleichheit der Französischen Revolution wurde von großen Massakern begleitet. Das französische Dogma der nationalen Souveränität verhinderte nicht Napoleons Herrschaft über viele Nationen.
  2. Die extreme Humanität der kommunistischen Philosophie wurde in die erbarmungslose Diktatur der Bolschewiken verkehrt.

Das gleiche gilt auch für die mit großem öffentlichem Aufwand namens KSZE 1990 fabrizierte «Charta von Paris für eines neues Europa», in der auch folgender scheinheiliger Passus stand:

«Das Schicksal unserer Nationen ist mit dem aller anderen Nationen verbunden. Wir unterstützen uneingeschränkt die Vereinten Nationen und die Stärkung ihrer Rolle bei der Förderung von Frieden, Sicherheit und Gerechtigkeit in der Welt. Wir bekräftigen unser Bekenntnis zu den in der Charta verankerten Grundsätzen und Zielen der Vereinten Nationen und verurteilen jede Verletzung diese Prinzipien. Wir stellen mit Genugtun fest, dass die Vereinten Nationen in der Weltpolitik eine wachsende Rolle spielen und dank der verbesserten Beziehungen zwischen unseren Staaten an Wirksamkeit gewinnen».

Scheinheilig waren auch die Pro – Maastricht – Kampagnen die seit dem 7. Februar 1992 auch die einzelnen Parlamente und Regierungen in Europa mit enormem theatralischem Aufwand, über die Ziele der Europäischen Union,  geleistet haben (4). «Den es ging tatsächlich weder um eine Stärkung der Solidarität zwischen den Völkern Europas noch um deren wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt und schon gar nicht um die Stärkung der Identität und Unabhängigkeit Europas». Es ging ausschließlich um die letzte Etappe auf dem Weg der Organisierung der «Einen Welt» bzw. «Europa bauen in der Einen Welt» d.h. Einteilung der Welt zuerst in ein paar als Superstaaten konzipierte Großregionen. Dies war offensichtlich die unverdächtigste Methode der Anbahnung einer einzigen Weltregierung. Sie ist es 2018 noch, da z.B. der europäische Durchschnittsbürger das Paneuropa von Maastricht auch heute noch keineswegs als die unmittelbare Vorstufe zur Einen Welt durchschaut hat.

Die heutige EU ist also eine EU der Töchter und Söhne Abrahams und nicht eine EU von Eurybiates! Wer von der heutige und so genannten Europäer kennt Eurybiates, den Befehlshaber der Seeschlacht von Salamis? Nach dem Historiker Christian Meier, die Seeschlacht von Salamis neben der Schlacht von Marathon, wird als dasjenige Zentralereignis in der abendländischen Geschichte gewertet, das mithalf, die Zivilisationsgeschichte Europas eigenständig gegen die des Ostens zu behaupten. Eurybiates empfahl Themistokles die geschlagenen Perser nicht zu verfolgen und ruhig nach Asien zurückziehen lassen, weil das gut für Europa wäre. Was für eine weitsichtige Auffassung im Gegensatz zu der Auffassung der deutschen Kanzlerin Angela Merkel……

Auch die Loslösung Europas vom amerikanischen Zwangssystem muss ernsthaft nachgedacht werden. Der jetzige Zustand der Welt ist dadurch gekennzeichnet, dass eine einzige Macht, die USA, vorherrschend geworden ist, indem sie seit über 100 Jahren konsequent ihre potentiellen Gegner vernichtete, ihre Freunde klein machte und ihre Förderer, die sie unter Kontrolle hatte, stärkte.

Die Hauptströmung der politischen Entwicklung in den letzten 100 Jahren war nicht die Niederlage des «Marxismus», des «Faschismus», des «Nationalsozialismus» und all anderen «Ismen», d.h. der «Ideologien an der Macht» des 20. Jahrhundert unser Zeitrechnung, wie fälschlich vor der gekauften schriftlichen und elektronischen Massenmedien proklamiert wird, sondern der Kampf zuerst gegen den «Kolonialismus» und heute gegen den noch andauernden «Neokolonialismus» des Westens, dem der größte Teil der Welt unterliegt.

Bildergebnis für Pro – Maastricht – KampagnenDie «dominierende progressive Strömung im Westen» hat jede antikoloniale Haltung weggeworfen wie der Obama/Hillary-Krieg gegen Libyen zeigte, als Gaddafi kriminell zerschmettert wurde weil er sein Land den höchsten Entwicklungsstand von ganz Afrika bescherte und einen Pan-Afrikanismus befürwortete. Die Progressiven des Westens also sind diejenigen die verbrecherisch alle Vorgänge auf der Welt betrachten, ähnlich wie die früheren Verbrecher des Kolonialismus. Sie wollen einfach, unter der falsche Parolen über Demokratie und Menschenrechten, dass ihre Regierungen sich im Ausland überall einmischen und befürworten den Neoimperialismus und Neokolonialismus. Eine weltweite anti-neokoloniale und Bewegung und ein Kampf der Kulturen wird zwangsweise die Antwort für diese Entwicklung sein.

Der «Marxismus», der von Karl Marx als «historischen Materialismus», d.h. als ausgeprägte Form des Kommunismus proklamiert wurde, erlebte später mancherlei Abwandlungen und Variationen.

Die politische Ideologie des italienischen «Faschismus» war extrem nationalistisch, antiliberal und antimarxistisch und auf das Führerprinzip und die Herrschaft einer Elite abgestellt. Das liberale und demokratische Denken sollte durch den korporativen Faschismus verdrängt werden und die alte freimaurische Parole aus der französischen Revolution Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit sollte durch die Formel Ordnung, Autorität und Gerechtigkeit abgelöst werden.

Der «Nationalsozialismus» verband den Nationalismus und den Sozialismus in seiner «Weltanschauung» und tat dazu als Leitbegriffen «Du bist nichts, Dein Volk ist alles!» und «Volk und Rasse».

Alle diese Machtideologien endeten zwar in Krieg und Zerstörung, die Ideologien selbst aber haben sich bis vor kurzem überlebt. Heute danken langsam ab. Wie es scheint Geographie und Markt im Rahmen des Neokolonialismus entscheiden die nächste Zukunft. Was die etwas fernere Zukunft bestimmen wird, bleibt noch unbekannt, Dass aber der globale Trend kein Trend, sondern ein planmäßig gesteuerte Ablauf ist, dürfte in den kontrollierten europäischen Massenmedien nicht gesagt werden. Die Welt ist wirtschaftlich durch den Neokolonialismus zu einem Dorf geworden, dessen Häuser allen zugänglich sind. Ein dieser Häuser trägt die Hausnummer Europäische Union….

Mit dem Ende der Anti-Nationalsozialistischen-Koalition wurden die Spannungen zwischen einem globalen, von der kommunistischen Ideologie bestimmten Machtanspruch der Sowjetunion und des Kapitalismus der USA immer stärker. In Ost-West-Konflikt, im «Kalten Krieg», kämpften die USA und die Sowjetunion um die Weltvorherrschaft.

Der endgültige Zusammenbruch des Kapitalismus sollte durch die Revolution und die Diktatur des Proletariats herbeigeführt werden. Der daraus entstandene Ost-West-Konflikt dauerte bis 1989, bis zum Ende des «Kalten Krieges» und des Zerfalls 1990 der Sowjetunion. Danach hat die Herrschaft des Westens zunehmend die Form von direkter militärischer Aktion durch die USA angenommen, mit deren weltumspannendem Imperium von Militärbasen, dem Sturz aufsässiger Regierungen oder der «Integration» von deren Militär mit dem Westen, wie es heute in Afrika mit hohem Tempo betrieben wird.

Mit dem Ende des Kalten Krieges und durch die Entwicklung der Technik beschleunigten sich auch die Globalisierungstendenzen. Solange der kommunistische Machtblock existierte, befand sich der «Westen» in Konkurrenz zum Kommunismus und musste andauernd beweisen, dass der Kapitalismus das bessere Wirtschaftssystem zum Wohl der Menschen ist. Die Welt wurde zu einem einzigen großen Markt, mit Zonen sehr unterschiedlicher Prosperität, aber angeblich mit der Möglichkeit diese Gefälle durch einen liberalen Welthandel verstärkt auszugleichen.

grüne Heuschrecke knabbert an Geldbündel.Hier aber zeigte der Kapitalismus sein wahres Gesicht und wurde zum «Turbokapitalismus». Er ging einher mit dem Begriff die «Globalisierung» d.h. mit der Verlagerung von Produktionstätigkeiten in Länder die gnadenlose Ausbeutung von Produktionsarbeitskräften für Hungerlöhne garantieren, ohne Umwelt- und Sicherheitsstandards zu berücksichtigen. Dadurch werden die meisten Waren und Güter immer billiger. Der moderne Kapitalismus hat eine Effizienz und Reichweite entwickelt, der sich Marx und Lenin oder Adam Smith nicht in ihren kühnsten Träumen vorstellen konnten. Damit wird heute ausländisches Kapital, statt für die Entwicklung der weniger entwickelten Teile der Welt, für die Ausbeutung diese benutzt. Die Investitionen des neuliberalen «Turbokapitalismus» anstatt die Kluft zwischen den reichen und den armen Ländern der Welt zu schmälern, verbreiten diese.

Heute 99 % des Weltumlaufenden Kapitals dient nicht mehr seinem ursprünglichen Zweck, nämlich als Tauschmittel für Waren und Dienstleistungen, sondern wird als reine Spekulationsmasse missbraucht mit dem einzigen Zweck, seinen Besitzern Gewinne zu bescheren, ohne dass diese dafür irgendeine Leistung erbringen. Für dieses Ziel werden Kriege im Kauf genommen. Deshalb heute sterben rund um die Welt Menschenmassen in militärischen und terroristischen Auseinandersetzungen. In den Ländern Afghanistan, Irak, Syrien, Jemen, Libyen u. a. toben verheerende Bürgerkriege.

Eine weltumspannende Kriminalität torpediert die legalen Systeme aus dem Untergrund. Gleichzeitig rütteln Staats- und Finanzkrisen an den Fundamenten der Gesellschaften und verursachen Leid und Verdrehung. Bislang wurden die beschriebenen deflationären Kräfte der Länder durch die Aufblähung der Schulden im Zaum gehalten. Speziell die IWF-Programme für die verschuldeten Länder, sollen die Wirtschaft deflationieren. Durch die Drosselung der Nachfrage sollen Ausgaben und Einnahmen im Außenhandel wie im Staatsbudget wieder ins Lot gebracht und so die Schuldendienstfähigkeit des Landes wiederhergestellt werden.

Eine solche Politik der Anpassung an die verfügbaren finanziellen Mittel kann, vor allem wenn sie abrupt erfolgt, verheerende soziale Konsequenzen haben. Die Einführung eines «Austeritätsprogramms» kann durch den Abbau von Subventionen Grundnahrungsmittel über Nacht so drastisch verteuern, dass sie für die Armen unerschwinglich werden. In Wirklichkeit die IWF-Programme begünstigen die Umverteilung gesellschaftlichen Reichtums zugunsten der Reichen, sie verschärfen die vorhandenen Einkommensunterschiede und mit ihnen die sozialen Spannungen. So wird jeder verschuldeter Staat von IWF nach Strich und Faden ausgeplündert. Irgendwann dieser deflationäre Zustand und der Mythos von Fortschritt nicht mehr dauerhaft funktionieren und zusammenbrechen werden, zumal das noch gültiges Finanzsystem seit Jahren nur noch mühsam künstlich am Leben erhalten wird. Die Welt hätte eigentlich schon vor vielen Jahren ein globales Insolvenzverfahren einleiten müssen.

Keine Staat dieser Welt kann seine Schulden innerhalb der nächsten 100 Jahre begleichen. Der althellenische Philosoph Sokrates wusste schon vor 2.400 Jahren, dass der Mensch über kein sicheres Wissen verfügt. Diese Ansicht ist nicht nur immer noch zutreffend, sie gilt mehr denn je. Seit der schwerwiegenden Finanzkrise im Jahr 2007 haben viele Gipfeltreffen stattgefunden. Weltfinanzgipfel, UN-Vollversammlungen, Welthandelkonferenzen, Weltklimakonferenzen oder Weltwirtschaftsforum in Davos der Schweiz. Sie alle haben nach vereinheitlichenden Lösungen gesucht, aber letztlich bisher nur eines demonstrier, nämlich die Unfähigkeit, eine gemeinsame Weltsicht herzustellen und konkrete Ergebnisse zu erzielen. Es ist auch für den Laien nach der Präsidentenwahlen 2016 in der USA zu erkennen, dass die Staaten sich nicht einer globalen Ordnung für das 21. Jahrhundert annähern, sonder, im Gegenteil, in die nationalstaatliche Interessenpolitik des 19. Jahrhunderts zurückfallen. Hinzu kommen die Weltkonzerne, die selbst zu eigenen, fast staatlichen Einheiten geworden sind. Der Unterschied ist nur, dass diese Wirtschaftlichen Einheiten, keinerlei Verantwortung in der Gesellschaftsfürsorge übernehmen und somit den Eigennutz zu alleinigen Prinzip des Handels erhoben haben.

Wenn man die Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg betrachtet, muss man feststellen, dass sozialistische Wirtschaftspolitik nach dem Muster von Keynes noch nie einen dauerhaften Aufschwung zustande gebracht haben. Regierungen die an das Dogma Keynes von der Steuerbarkeit der Wirtschaftsentwicklung glauben, senken die Zinsen mit der Absicht den Firmen leichter gemacht werden, mehr Geld aufzunehmen und zu investieren und das Sparen für Privatpersonen unattraktiver zu machen. Nur so kann nach diesem Dogma zu einer Wiederbelebung der Wirtschaft kommen. Man kann aber nicht die Privatpersonen leicht locken in Aktien oder anderen Wertpapiere zu investieren.

Volkswirtschaften, die auf den sozialen Errungenschaften sozialistischer Wirtschaftssysteme beharren, müssen das zwangsläufig mit Wohlstandseinbüschen bezahlen, und zwar aller sozialen Schichten. Als Währungsexperte leitete John Maynard Keynes 1944 die britische Delegation in Bretton Woods, konnte sich allerdings mit seinen Vorstellungen weder hier noch bei den Verhandlungen 1946 in Savannah, als die Weltbank und der IWF gegründet wurden, durchsetzen. In der Welthandelspolitik drückten die Vereinigten Staaten der Welt ihren Stempel auf. Das 1947 in Havanna von Kuba verabschiedete GATT-Abkommen, ein völkerrechtlicher Vertrag d.h. keine internationale Organisation, machte den Freihandel zum Leitprinzip für die Weltwirtschaft. Dieses Abkommen ist 1995 in der Welthandelorganisation (WTO) aufgegangen. TTIP und CETA (Freihandelsabkommen mit Kanada) heute werden keine Gesetzeswerke, sondern dienen dazu, bestehende Gesetze zu unterbinden und neue Gesetze zu verhindern.

Pünktlich zum Weltwirtschaftsforum 2018 in Davos der Schweiz veröffentlichte die Entwicklungshilfeorganisation «Oxfam» ihren jährlichen Ungleichbericht für das Jahr 2017 (5). 2017 gab es insgesamt 2.043 US-Dollar Milliardäre, d.h. so viele wie nie zuvor. Laut Oxfam gingen außerdem 82 % des erwirtschaften Vermögens an das reichste Prozent der Bevölkerung d.h. genug Geld, um extreme Armut gleich sieben Mal zu beenden. Die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung (rd. 3,7 Milliarden Menschen) ging leer aus. Nach der DIW auch in der BRD besitzen die 45 reichsten Personen so viel wie die ärmsten 50 % der deutschen Bevölkerung Ende 2017.

Zum Vergleich: Ende 2017 betrugen die weltweiten Schulden der Nationen 135 Billionen US$, der USA 20 Billionen US$ und der BRD 10 Billionen US$ (Offiziell sollen die Schulden der BRD nur 3 Billionen US$ betragen)

1 Billion US$ = 1.000 Milliarden US$
1 Milliarde US$ = 1.000 Millionen US$
1 Million US$ = 1.000.000 US$
1 Billiarde US$ = 1.000 Billionen US $ = 1.000.000 Milliarde US$ =
1.000.000.000 Milliarden US$ = 1.000.000.000.000 Millionen US$ =
1.000.000.000.000.000 US$ = 10 hoch 14 US$.

Die fernere Zukunft ist immer noch ungewisser geworden. Die Menschheit befindet sich seit mehr als drei Jahrzehnten in einer lang anhaltenden deflationären Situation, wie sie ähnlich zuletzt von 1870 bis 1914 vorlag. Für die zerstörerische Hybris, in der althellenische Tragödie ein gern verwendetes Motiv für menschliches Fehlverhalten, das die Katharsis unweigerlich nach sich ziehen muss, soll es etwas Drastisches geschehen um weltweit ein stabiles und gerechtes Wirtschafts- und Finanzsystem, das im realen Leben gegen unendlich strebt und ohne Schulden und ohne Zinsen funktioniert, zu etablieren.

Es kann nicht weiter so wie 2007 gehen, dass Banken mit dubiosen Immobiliengeschäfte Millionen Menschen ins Unglück stürzen, mit ihrem verbrecherischen Tun eine Weltwirtschaftskrise auslösen, sich dann, wenn nichts mehr, mit Steuergeldern «retten» lassen und gleichzeitig Erfolgsprämien in Millionenhöhe an ihre Vorstände ausschütten. Es kann nicht sein dass Spekulanten der EU Hyänenstaaten mit ihrer unersättlichen Gier Länder wie Hellas mit Memoranden ausplündern und gewissermaßen als Geiseln nehmen und versuchen durch gekauften Politiker, diese in den Staatsbankrott zu treiben.

Wenn in der heutige EU der Töchter und Söhne Abrahams so etwas gibt das die Bezeichnung «pervers» ohne Einschränkung verdient (mehr als 10.000 Selbstmorde allein in Hellas), dann ist das Verhalten der so genannte Troika in Hellas zu benennen. Diese «Perversion» kann und darf die noch schweigende Masse der anständigen Bürger Europas der Vaterländer nicht länger wie bisher  widerspruchslos hinnehmen.

Literatur

1 Haisenko P., von Brunn H.: Die Humane Marktwirtschaft, Anderwelt Verlag, 2015
2 Marcus Eli Ravage: Eine wahre Geschichte gegen die Juden, The Century Magazin USA, Januar 1928
3 Marcus Eli Ravage: Abgesander an die Völker, The Century Magazin USA, Februar 1928
4 Jäszi Oskar: Mitautor von «Regionalism and World» von M. B Schnapper. A Symposium of the Institute on World Organization Washington D. C. 1944
5 Nina Weidlich: Reich bleibt Reich, Oxfam-Bericht zur sozialen Ungleichheit, https://www.unicum.de, 07.11.2018
6 Ammianus Marcellinos: Das erste Auschwitz der Geschichte. Rerum Gestarum Libri XXXI, Buch 19 with an english Translation by Johjn C.Rolfe P.H.: LITT.D. University of Pennsylvania in three Volumes IWXHL London Willian Hanemann LTD Cambridge, Massachusetts Harvard University, Presse MCML.VI
7 Kuwaloakis P.: Völkermord der Hellenen durch die Christen, Davlos/Athen, Nr. 258, Juni 2003, S. 16818-16870

PD Dr.-Ing. Georg Chaziteodorou
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Dr. Georg Chaziteodorou  14. November 2018
Rubrik: Gesellschaft/Umwelt

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