Im Visier des französischen Neomerkantilismus-Neocolbertismus bzw. Neofaschismus

Dr. Chaziteodorou Georg
Bild: iciabidjan.com

Auf der Konferenz von Bretton Woods 1944 wurde von der Politik ein Währungssystem ins Leben gerufen, das ganz und gar auf die Bedürfnisse der Wall Street zugeschnitten ist und die gesamte Welt der Herrschaft des US-Dollars unterworfen hat


Mit «Merkantilismus» (von lateinisch «Mercator oder Mercari») bezeichnet man eine bereits im Mittelalter praktizierte Wirtschaftsform, die dann gegen Ende des 18. Jahrhunderts durch Jean-Baptiste Colbert im französischen Absolutismus (Colbertismus) voll entfaltet wurde. Seit dem 19. Jahrhundert wird eine Wirtschaftspolitik, die auf Zahlungsbilanzüberschüsse und eine protektionistische Beschäftigungsstabilisierung ausgerichtet ist und als «Neomerkantilismus» bzw. «Neocolbertismus» bezeichnet wird, betrieben.

In den absolutistisch regierten Staaten Europas, die nach wachsenden, sicheren Einnahmen zur Bezahlung der stehenden Armeeheere und des wachsenden Beamtenapparates sowie des repräsentativen Aufwands des Herrschers strebten, entwickelte sich in den verschiedenen europäischen Staaten eine vom Intervention geprägte wirtschaftspolitische Praxis, deren erste Ansätze einer noch nicht vorhandenen Wirtschaftstheorie zugrunde lagen.

Durch die Steigerung der inländischen Produktion sollten im Außenhandel Überschüsse erwirtschaftet werden, um die Staatskassen aufzufüllen. Regierungen unterstützten diese Ziele, indem sie Exporte von Fertigwaren aktiv förderten und Importe von Fertigwaren hemmten. Zu den Wirtschaftspolitischen Empfehlungen gehörten auch der Abbau von Zunftprivilegien und die Schaffung eines Binnenmarktes durch Abschaffung der Binnenzölle.

In dieser Zeit entstanden die ersten Strukturen des modernen kapitalistischen Systems. Bis dahin galt noch nicht ganz das berühmte «Profit über Alles» d.h. die «Manipulierung und Ausbeutung über die Ethik», was heute gleichzusetzen ist, wenn der Handelspartner auf die List hereinfällt, verwandelt sich das Spiel in Zwang und wenn das auch nicht hilft, dann marschiert der andere Handelspartner mit seinen «Panzern,  Luftwaffe, Bomben und Armee» ein, wie vor kurzem in Libyen, um ein Regimewechsel zu vollziehen d.h. um das Land des anderen Handelspartners zuerst zu zerstören, bevor es dann besetzt wird.

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Das ist heute das «moderne kapitalistische System» oder einfach der «Raubkapitalismus» und noch einfacher der «Neofaschismus». Frankreich und die USA haben Libyen gewaltsam bombardiert und dem Präsidenten dieses Landes verbrecherisch umgebracht um ihre Handels- und Konzessions-Regeln mit Hilfe des IWF und der Weltbank durchzusetzen. Libyen wie auch die anderen afrikanischen Länder, strebte nicht anders an, als sie endlich ihre Souveränität zu gewinnen und über das eigene finanzielle und politische Schicksal selbst zu bestimmen.

Fast zu allen alten Zeiten war das Recht der Kaiser und Könige, eine Währung auszugeben und ihr Umlaufsvolumen zu kontrollieren, ein Recht, das also eigentlich ohne weiteres auf die demokratisch gewählten Regierungen der modernen Republiken und konstitutionellen Monarchien als die Nachfolger der Kaiser und Könige hätte übergehen werden müssen. Stattdessen ging dieses Recht jedoch wie selbstverständlich auf so genannte Zentralbanken über, die nur noch dem Namen nach staatlicher Hoheit und Kontrolle unterliegen.

Wer wann auf welche Weise die Währung eines Landes oder einer Union von Staaten in Umlauf bringt und die Geldmenge kontrolliert, ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der internationalen Geldmacht. Da sehr früh zu immer intensiveren weltweiten Verflechtungen der internationalen Hochfinanz und des industriellen Großkapitals geführt hat, konnte man bereits vor und während des 1. Weltkrieges konzentrierte Aktionen europäischer Zentralbanken untereinander und mit der 1913 gegründeten US-Zentralbank (FED) beobachten.

Es sollte klar sein, dass die unter Druck der Hochfinanz immer enger kooperierenden» Volkswirtschaften längst nicht mehr nur den internen Manövern ihrer jeweiligen eigenen Zentralbank unterliegen, sondern obendrein zahlreichen dieser Manöver überlagernden internationalen, bisweilen weltweiten Währungsmanipulationen größten Stils. Getrieben von Gier nach immer höheren Profiten entstand ein zunehmend schärferer internationaler Wettbewerb. Nach dem 2. Weltkrieg entstand bei vielen Menschen die Illusion, dass nun auf der Grundlage ungebrochenen Wachstums ein neues Zeitalter des Wohlstanders und des Friedens angebrochen sei. Mit dem Ende dieses Booms zu Beginn der Siebziger Jahre stieß das Finanzkapital jedoch an die ihm gesetzten Grenzen. Die Politik reagierte und verhalf ihm im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts durch die «Deregulierung» d.h. durch die Abschaffung verschiedenster rechtlicher Einschränkungen, zum größten Schub seiner Geschichte. Diese Deregulierung ließ den Finanzsektor förmlich explodieren und von der Realwirtschaft lösen und unter dem Namen «Finanzmärkte» ein dynamisches Eigenleben beginnen.

Bis zum diesem Zeitpunkt die «klassische Märkte» waren Handelsplätze, auf denen sich Käufer und Verkäufer gleichberechtigt gegenüber standen und der Preis der Waren durch das Wechselspiel von Angebot und Nachfrage bestimmt wurde. Die so genannten Finanzmärkte von heute werden gelenkt, gesteuert und manipuliert von den internationalen Großbanken, große Schattenbanken, Hedgefonds, multinationalen Konzerne und von Zentralbanken d.h. von Profiteure der Finanz- und Wirtschafskrisen die die Demokratie zerstören. Bei den Finanzmärkten also handelt es sich nicht um eine dem Willen der Menschen entzogene Macht, der alle Menschen, so wie dem Wetter oder anderen Naturphänomenen, fügen müssen.

Hinters Licht haben die Politiker 1983 die Französischen Bürger geführt, als die Banque de France (die Zentralbank) heuchlerisch und zum Schein verstaatlicht wurde. Zehn Jahre später wurde die Verstaatlichung durch die Nationalversammlung per Gesetz rückgängig gemacht. Dieses Gesetz steht angeblich im Einklang mit dem Maastrichter Vertrag von 1992, der die Unabhängigkeit der Zentralbanken der EU-Mitgliedsländer zur Voraussetzung der unabhängigen(?) EZB macht. Nach diesem wurde ein unabhängiger währungspolitischer Ausschuss gegründet, der die Währungspolitik kontrolliert. Ein separater Ausschuss überwacht die anderen Aktivitäten der Bank.

La Banque de France
Archives municipales, 2Fi247

Der damaliger Präsident der nordrheinwestfälischen Landeszentralbank Reinmut Jochimsen äußerte sich damals wie folgt: «Die Nationalstaaten werden ihre prägende Kraft – was Beschäftigung und Wachstum in den Teilräumen einer Nation angeht – nicht behalten, sondern sie abgeben an die geldpolitische Autorität auf der supranationalen Ebene».

Nein, ganz aufrichtig war er leider auch nicht, sonst hätte er hinzufügen müssen, dass die «prägende Kraft» der Nationalstaaten und nicht nur auf wirtschaftspolitischem Gebiet, auch bisher schon weitgehend der anonymen «geldpolitischen Autorität» auf supranationaler Ebene zum Opfer gefallen war, dank der «unabhängigen»(?) nationalen Zentralbanken. Jedenfalls kann man getrost sagen: Die in Artikel 107 des Maastrichter Vertrags verankerte politische «Unabhängigkeit» der EZB ist gleichbedeutend mit einer restlosen Hochfinanz -Abhängigkeit Maastricht-Europas.

Die modernen Zentralbanken sind voll und ganz für die ständige Inflation sämtlicher Währungen, für die ins Astronomische steigenden Staatsschulden und für die periodisch oder zyklisch auftretende allgemeine Konjunkturabschwünge verantwortlich, die sie zum Zweck des anhaltenden Ausbeutung der ihnen ausgelieferten Volkswirtschaften eiskalt planen und durchführen, wobei die Politiker aller Länder nur eine jämmerliche Statistenrolle spielen und im Verein mit den gekauften und gesteuerten schriftlichen und elektronischen Maschenmedien die nötige rhetorische Nebelwand zu erzeugen haben, die de Normalverbraucher und Bürger den Durchblick zuverlässig verwehrt.

Das weit ausgreifende Ziel der dynastischen Bankiers der Hochfinanz war nichts anderes, als die Schaffung eines Weltsystems finanzieller Kontrolle in privater Hand, das fähig wäre, das politische System jedes Landes und die Weltwirtschaft als ganze zu beherrschen.

An der Spitze des Systems sollte die Bank für internationalen Zahlungsausgleich in der Schweiz stehen (BIZ), eine im Besitz der Zentralbanken der Welt befindliche und von ihnen, die selbst private Körperschaften sind, kontrolliert werden. Vorher, im Jahr 1944, wurden in Bretton Woods der USA die «Weltbank» und die Zentralbank der Zentralbaken, der «internationale Währungsfonds» (IWF) gegründet.

Bildergebnis für iwf

Auf der Konferenz von Bretton Woods wurde von der Politik ein Währungssystem ins Leben gerufen, das ganz und gar auf die Bedürfnisse der Wall Street zugeschnitten war und gesamte Welt der Herrschaft des US-Dollars unterwarf. Was die Zentralbanken auf nationaler Ebene tun, tut der IWF auf internationaler Ebene. Die IWF-Austeritätsprogramme für die Länder der dritte Welt Afrikas und nicht nur, deflationieren die Wirtschaft. Durch die Drosselung der Nachfrage sollen Ausgaben und Einnahmen im Außenhandel wie im Staatsbudget wieder ins Lot gebracht und so die Schuldendienstfähigkeit der Länder wieder herzustellen. Ferner begünstigen die IWF-Programme die Umverteilung gesellschaftlichen Reichtums zugunsten der Reichen und sie verschärfen Einkommensunterschiede und mit ihnen die sozialen Spannungen.

Es geht also um Wiederherstellung der Schuldendienstfähigkeit der Länder der dritten Welt. Und weil dies wahrscheinlich nicht erreichbar ist, wurden die Bedruckungsmethoden des Klimawandels erfunden. Die Industrieländer, die für die CO2-Emission verantwortlich sind, durch die Straffgebühren leisten ihr Beitrag für die Herstellung der Schuldendienstfähigkeit dieser Länder.

Es geht also nicht um die Rettung des Weltklimas, denn das Klima kann nicht gerettet werden. Ist aber CO2  ein «Klimakiller»? Für die Organisatoren der neue Klimakonferenz in Katowice Polens ab 03.12.2018, ja! Für die Menschen die denken können ist die Erderwärmung durch CO2 – Emissionen, die von Menschen verursacht werden, ein ideologisch indoktrinierter wissenschaftlicher Unsinn, der sich politisch auch Kosten tragend auswirkt. Gäbe keine CO2 in der Erdatmosphäre dann gäbe auch kein Leben d.h. wäre eine Klimakatastrophe globalen Ausmaßes. Dazu kommt dass die mehr als tausend aktiven Vulkane der Erde produzieren jährlich 30 Mal mehr CO2 als die gesamte Menschheit.

Es wird allerhöchste Zeit, dass der Angstkampagne mit der Drohung «Klimakatastrophe» ein Ende bereitet wird, bevor das politische Klima zusammenbricht. Möge auch der Katowice – Prozess riesige Geldströme in Bewegung setzen, an den Strahlströmen und damit am Wetter wird er nirgendwo auf der Erde etwas ändern. Das Wetter wird weiterhin mit den Menschen machen was es will und wird sich nicht durch betrügerische «Ökosteuern» bestechen lassen!

Ähnliches Foto
France providing civilisation, wealth and peace to Morocco, illustrated title page of ‘Le Petit Journal’, 19th November 1911

Ist Frankreich, heute neben Deutschland, Großbritannien und Italien die vierte Tragsäule der EU, ein demokratischer Staat? Ihre ehemaligen und neuer acht westafrikanischen Kolonien, Benin, Burkina, Faso, Guinea Bissau, Elfenbeinküste, Mali, Niger, Senegal, Togo und ihre sechs zentralafrikanische Kolonien, Kamerun, die Zentralafrikanische Republik, Tschad, Republik Kongo, Äquatorial Afrika und Gabun haben eine gemeinsame Währung, den CFA-Franken (CFA = Communaute financiere africaine – Afrikanisch Finanzgemeinschaft). Die westliche und zentralafrikanische Geldunion haben getrennte Zentralbanken, die Banque Central des Etats de I’Afrique de I’Quest, BCAC, mit Hauptquartier in Dakar, Senegal und die Banque des Etats de I’Afrique Centrale in Yaounde, Kamerun.

Es gibt also in Wirklichkeit zwei getrennte Währungen, obwohl immer in Parität und daher austauschbar. Beide Währungen werden vom französischen Schatzamt garantiert. Das bedeutet in Wirklichkeit, dass die Wirtschaft dieser 14 Staaten nicht von Frankreich abhängt, sondern die Festsetzung des Wertes der Währung (gegenwärtig 1 Euro = 655 CFA-Franken) das alleinige vorrecht der Banque de France (Französische Zentralbank) ist. Dadurch wird die Auslandshandels-Kapazität dieser 14 Staaten darauf reduziert, was Frankreich bzw. die Zentralbank Frankreichs d.h. der Besitzer dieser Bank, erlaubt. In Frankreich wurde die 1800 gegründete «Bank von Frankreich» (Banque de France) 1803 durch Gesetzesbeschluss zur einzigen Notenbank für Paris, nicht aber bis 1848 für das ganze Land erklärt. Erst 1848 wurden ihr neun andere Notenbanken als Filialen angegliedert und das landesweite Banknotenausgabe-Monopol verliehen, ein Privileg, das nach kriegsbedingten Irregularitäten 1897 erneut gesetzlich festgeschrieben wurde.

Der Besitzer der Zentralbank Frankreichs hat das de facto Monopol für die Produktion der 14 Staaten der westafrikanische und zentral-afrikanische Zone.. Sollte dieser Besitzer aufhören, die Güter Frankreichs «ehemalige-neue» Kolonien zu kaufen, gehen diese Staaten pleite, da sie unter dem französischen Joch nicht in der Lage sind, alternative Märkte zu öffnen. Folglich hängen sie immer von der Gnade Frankreichs ab, vom IWF, der Weltbank, der Afrikanischen Entwicklungsbank, aber auch unmittelbar vom der EZB.

Aus Arbeitssklaven bis Anfang der 1960er Jahre sind sie Schuld-Sklaven des Zeitalters des Neofaschismus. Ähnliche Schuld-Sklaverei gibt es in den ehemaligen britischen und portugiesischen Kolonien, obwohl in keiner von beiden so flagrant missbräuchlich wie die französische ist.

Hier darf die Schuld-Sklaverei Hellas, als Protektorat  Deutschlands, nicht in Vergessenheit geraten werden. In einer solchen EU soll Hellas keinen Platz haben. Für den Stoiker Epikur ist der Hellene Herr seines Lebens und gestaltet es in Freiheit, wie es ihm beliebt.

Der Verfasser dieses Artikels, als Sohn Hellas, schlussfolgert: Das Weltfinanzsystem ist Todkrank und soll endlich ohne Sterbehilfe verrecken…Denn eng verbunden mit diesem System sind die verbogenen Grundelemente der faschistische Ordnung d.h. der militärisch-industrielle Komplex, der Geheimdienstapparat und die Verbindungen zum organisierten Verbrechen einschließlich des Gebrauchs von Drogen zur Finanzierung von Konflikten, die die Öffnung von Nationen für die Kontrolle der Welt zum Ziel haben. Von der Kanonendiplomatie des Merkantilismus ist heute die Menschheit zur Raketendiplomatie bzw. zur reinen Bombenterror des Neomerkantilismus = Neofaschismus gekommen.

Damit kann auch Frankreich innerhalb der EU kein demokratischer Staat sein!

PD Dr.-Ing. Georg Chaziteodorou
Bleibergweg 114, D-40885 Ratingen
Tel.+Fax: 0049 2102 32513
E-Mail: chaziteo@t-online.de

Dr. Chaziteodorou Georg  4. Dezember 2018
Rubrik: Wirtschaft, Finanzen

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