Schöne neue Welt / Die Hauptdroge des 21. Jahrhunderts

Hier unter uns kann ich ja offen reden – mit meinen lieben Mitmenschen geht das oft nicht, weil die meisten noch in den Denkschablonen der „offiziellen“ Ansichten festhängen. Aber wir wollen doch miteinander „klare Bilder“ pflegen.

 

Ehrlich gesagt, hat mir noch keiner so richtig erklären können, warum nun das sog. „Internet der Dinge(IoT – da fehlen vielleicht zwei Buchstaben: d und i ?) für den Menschen so toll und wichtig und vor allem derart „unbedingt erforderlich“ sein soll, daß dafür ein neuer, technisch nicht ganz unproblematischer Funkstandard (5G) etabliert werden muß, für den zuerst mal haufenweise große alte Bäume abgeholzt werden „müssen“ – dies geschieht ja schon ganz real.

Technikstudie „Anbindung eigener Geräte und Systeme an das Internet of Things (IoT)

Oft wird das Beispiel gebracht, daß der Kühlschrank dann selbsttätig die Milch nachbe­stellen wird – wer wird die wann anliefern? Zu welchem Preis? Muß ich dann zu Hause sein, um diese Lieferung in Empfang zu nehmen? Was, wenn ich keine mehr Milch mag?

Oder der Toner im Drucker sagt mir kurz vorher, daß er bald alle ist – aber da gibt es schon jetzt eine Funktion im Druckermenü, wo ich das abfragen kann – wozu also?

Oder der Kühlschrank und die Tiefkühltruhe werden mich daran erinnern, bei welchen ihrer Inhalte die MHD bald ablaufen wird – also werde ich nicht das essen, was ich gerade möchte, sondern das, wo die MHD am Ablaufen ist? Wer will das?

Und was soll mein „intelligentes“ Bügeleisen denn im Weltnetz bestellen oder tun?

Die heimischen elektrischen und elektronischen Geräte kann doch – wer will – schon jetzt jeder von unterwegs programmieren, damit er ja auch keinen schwachsinnig-manipulativen Hollyschutt-Schinken (samt „Werbung“) mehr „verpaßt“. Bis hin zur Steuerung des eigenen Hauses (Heizung, Zugang, Lüftung usw.) geht das heute schon alles – wenn das Haus entsprechend ausgerüstet ist, was nicht gerade wenig kostet.
Aber wer soll sich das künftig leisten können, wenn schon heute fast die Hälfte der Leute mit dem Geld am Ende sind, obwohl noch einiges an Monat übrig ist?

Und ob es für die Bausubstanz gut ist, wenn die Innenraumtemperatur tagsüber zu Sparzwecken automatisch auf 12 – 15 Grad abgesenkt wird, ist noch nicht ausgemacht – die Schimmelpilze wird es jedenfalls freuen, denn das ist deren bevorzugte Lebens­temperatur… Und wehe du vergißt, dem „intelligenten“ Haus mitzuteilen, daß du krank bist und daheim bleibst…

Jedenfalls kommen die Überwachungs-Kamerabilder auch jetzt schon auf den Ich-Fern­sprecher, so dies gewollt ist… aber was nützt es, wenn man tatsächlich sieht, daß da jemand sich an der Haustüre zu schaffen macht?
Die Zeit für einen Hauseinbruch beträgt weniger als 20 Minuten, dann sind die Leute eh wieder weg – Geld, Schmuck und teure Kleingeräte auch – wo das in den Wohnungen zu finden ist, haben die Profis genug Erfahrung.
Und bei so wenig Polizisten, wie vor Ort noch vorhanden sind, ist fraglich, ob dann wirk­lich jemand rechtzeitig losfahren wird, um die Einbrecher auf frischer Tat zu ertappen…

Scann von SWR2-Video

Also: wo sind die Vorteile, vor allem die sinnvollen Vorteile für den Einzelnen?

Fakt ist, daß bereits jetzt der Streß für den Einzelnen so groß ist, daß kaum noch einer sich abends in Ruhe hinsetzen und ein schönes Buch lesen oder ein klassisches Konzert anhören kann – weil ihm Job, Familie, Haus und Freizeitinteressen dafür keine Zeit mehr lassen. Auch die Wochenenden sind meist ausgeplant – „dank“ Dumm-Fon kein Problem mehr…

Sehen wir hier die gleiche Entwicklung, wie wir sie einst beim Computer gesehen haben, nur umgekehrt?

Wer erinnert sich noch an die ersten Rechnersysteme?
Mit einem großen Zentralcomputer – und an den Arbeitsplätzen dann strohdumme Terminals, die ohne Verbindung zur Zentrale zu rein gar nichts zu gebrauchen waren?

Dann kamen die ersten PCs, die sogenannten Personal-Computer, also die Rechner für das Personal: recht große Blechkisten, die auch ganz allein – ohne Verbindung mit einem Zentralrechner – ziemlich viele arbeitserleichternde Aufgaben erfüllen konnten – dies sah man nicht ganz unberechtigt als Fortschritt an.

Später dann kamen die „Schlepp“-Tops, die anfangs tatsächlich recht kräftige Muskula­turen voraussetzten, da etliche Kilo schwer…
Diese wurden dann immer kleiner, leichter und leistungsfähiger – bis hin zum heutigen Taschengerät, das allerdings für die Nutzung der meisten Anwendungen schon wieder die Verbindung zum Netzwerk benötigt – ohne Weltnetzzugang sind die meisten Funk­tionen nur ganz begrenzt und wenig sinnvoll nutzbar: die neue Abhängigkeit – aber natürlich „auf viel höherem Niveau“ – ist geschaffen.

Die eigentlich logische Konsequenz wird dann das „Internet der Dinge“ sein, wo lauter tatsächlich stockdämliche Geräte nur dadurch zu sinnvoller Funktion gebracht werden, daß sie ständig in einem eigenen kleinen Netzwerk, das ständig mit dem Weltnetz in Verbindung ist, herumhängen.
Fragt doch bitte mal einen Netzwerk-Admin, wie stabil heutige Netzwerke sind, wenn darin ständig ein Haufen deppiger Geräte sich um die Ressourcen balgt…

Und was wenn mal der Strom ausfällt?

Denn auch das Stromnetz wird in allen Ländern der Welt von Computern gesteuert, und wie das Beispiel Venezuela kürzlich gezeigt hat, ist es für geübte Hackergruppen kinderleicht, beliebige Stromausfälle in jedem beliebigen Land zu erzeugen…
Werden danach all die Geräte und Netzwerke immer wieder fehlerfrei hochfahren?

Wer glaubt da noch wirklich dran? Wenn da „Weichware“ vom Weltmonopolisten drin ist, die bis heute noch nie fehlerfrei gewesen ist?
Nicht zuletzt wegen der vielen Hintertürchen, die da stets „eingebaut“ wurden?

Damit die diversen „Dienste“ weltweit jederzeit überall auf jedes Gerät zugreifen können, wie es ihnen beliebt?
Wie bitte: „die machen das doch gar nicht“?
Wer weiß das so genau? Und wer kann das überprüfen?

Gut, vielleicht bin ich ja tatsächlich zu blöd, die Vorteile der ganzen Sache zu begreifen – schauen wir uns also an, was die Fachwelt dazu meint.

Das Märchen von der Wissens-Ökonomie

Da gibt es Leute, die reden lang und klug von einer Wissens-Ökonomie. Abgesehen davon, daß die heutige „bürgerliche Ökonomie“ eine totale Irrlehre ist, wie wir schlüssig nachgewiesen haben, haben doch alle bisherigen Märchen von der „nach-industriellen“ und/oder „Informations-“ Gesellschaft das Problem, daß sie alle nicht ohne ebenjene „Industrie“ und „naterielle Produktion“ auskommen.

Egal ob nun „robotisiert“ oder automatisiert: die Basis aller Phantasien ist immer eine funktionierende Produktion, welche die erforderlichen materiellen Güter für die (in der Vorstellung gemäß NWU -Vorgaben) meist stark reduzierte Menschheit billig und stabil zur Verfügung stellt.

Und es ist auch gleich, welches von den „Zukunftsmodellen“ der Elitären wir nehmen, überall gibt es die klare scheinbare Zweiteilung der Gesellschaft, die in Wirklichkeit eine Dreiteilung ist. Denn die tatsächlich herrschende Kaste will in Wirklichkeit auch mit ihren „Erfüllungsgehilfen“ nichts zu tun haben – auch jene sind für die „oberen Zehn­tausend“ nur sprechende Werkzeuge: etwas intellgenter vielleicht als die Masse der Menschen, aber nicht wirklich „gleichwertig“…

So wird also fröhlich das Wissen (oder die Information) als Grundlage der Wirtschaft und als logische Fortsetzung (!) des monetären Systems bezeichnet.

Ähnliches Foto

Der angeblich unbegrenzte Zugang zu Informationen (der sich in Wahrheit schon längst als extrem eingeschränkt erwiesen hat), gäbe die Grundlage für ebenjene „Wissens-Ökonomie“.

Kennzeichen derselben seien: vielfältige stark erweiterte Netzwerke, miteinander ver­einte Wirtschaften verschiedener Länder, hohe Staatsausgaben und Investitionen in Wissenschaft und Bildung, stürmische Innovationen und viele neue Waren.

Ob das alles wirklich sinnvoll ist, und was davon heute oder in absehbarer Zeit verwirk­licht wird (oder bei manchem eher das jeweilige Gegenteil davon), kann jeder selbst leicht im Weltnetz nachprüfen.
Ebenso wird nirgends gesagt, woher denn die Menschen die Mittel für die innovativen Produkte und Dienstleistungen (Apps, Aktien!) nehmen sollen, wenn sie schon heute sich nur noch von chemisch verseuchten Magenfüllmitteln ernähren können, weil für echte natürliche Lebensmittel die Kohle schon lange nicht mehr reicht.

Auch die Frage nach dem tatsächlichen Nutzen der tollen Innovationen für jeden Einzel­nen darf niemand nachdrücklich stellen…
Aber daß Wissenschaft und Bildung von Grund auf zu reformieren sind, darin sind wir uns einig – nur daß mir da andere Inhalte vorschweben als jenen „Träumern“.

Digitalisierung – nur für die Deppen

Manchmal werden auch in der Hauptströmungs-Presse versehentlich – und freilich zu ganz anderen Zwecken – einige begrenzte Wahrheiten verkündet, die zum Nachdenken anregen. Ein solcher Artikel war vor einigen Wochen in der NYT zu lesen – wer englisch kann, bitte hier entlang zum Original, wer eher russisch mag, bitte hier zu einigen inte­ressanten Auszügen – bitte selbst ein wenig da herumlesen.

Da wird recht offen gesagt, daß die „Gadgets“ nur für die Sklaven da sind – wer wirklich „wichtig“ ist, der braucht kein Dummfon.
Wie vor 20 Jahren, als jeder mit einem Mobiltelefon herumlief und sich selbst fürchterlich wichtig vorkam, wenn er pausenlos telefonierte.

Wer wirklich etwas zu sagen hatte, der konnte es sich schon damals leisten, kein „Handy“ zu haben (sondern einen „Privat-Sekretär“ oder ein eigenes Büro) oder seines stundenlang ausgeschaltet zu lassen: wer sich mit ihm in Verbindung setzen wollte, würde es immer wieder versuchen – so lange, bis der wichtige Herr für ihn Zeit hatte…

Ich erinnere mich auch noch an die Anfangszeiten, als telefonieren im Auto noch nicht verboten war und so mancher sich in sein Auto eine Attrappe einbauen ließ, um ständig mit dem Telefonhörer am Ohr für andere „wichtig“ zu erscheinen. Peinlich nur, wenn dann im Stau mal einer kam und bat: „Darf ich bitte mal bei Ihnen …?“
Schein statt sein.

Aber bitte lest selbst den Artikel – es ist kein VTler oder LH, der da schreibt, sondern – neben WSJ – eines der wichtigsten Propagandamedien der westlichen Welt. Wer danach noch zweifelt, daß die „Digitalisierung“ ein reines Herrschaftsinstrument ist und die „Gadgets“ die Nutzer verblöden, der möge dann auch weiter stundenlang auf seinem kleinen Viereck herumwischen…

Die Haupt-Droge des 21. Jahrhunderts

Ja, genau: es ist das Dummfon – es zerstört langsam, aber unaufhaltsam das Leben derjenigen, die sich ihm verschrieben haben.
Denn es nimmt dem Menschen mit das wichtigste, was er hat und was nur ihm gehört: seine Aufmerksamkeit, und seine Lebenszeit.

Und es ist durch kein vernünftiges Argument zu erklären, warum die Abhängigen alle paar Minuten – egal wo sie sich wann befinden – auf ihr kleines Viereck starren müssen.

Neulich saßen wir im Wartezimmer bei der MPU – zwei junge Menschen und ich mit meinem Kunden. Ich habe mir den Spaß gemacht und ganz offen mit der Taschenuhr die Zeit gestoppt, die zwischen zwei Griffen zum Dummfon vergeht, bei beiden. Es waren 3 bis 4 Minuten.
Der eine, ein Mädel, machte dann von selbst das Dummfon aus und steckte es weg. Immerhin bemerkenswert.

Der junge Mann blieb trotzig bei seinem Suchtverhalten – also fragte ich ihn:
Was ist denn so eminent wichtig, daß du dich unbedingt geistig woanders befinden willst als hier, wo du wirklich bist? – Verlegenes Lächeln. Schweigen.

Wenn alles, was in deinem Leben geschieht, eine Bewandtnis hat und somit für dich eine Bedeutung: warum willst du diese nicht erkennen, sondern bist bemüht, dich in einer unechten, virtuellen Welt aufzuhalten?

Verhaltene Aggression in Blicken und Worten: „Geht Sie das was an?“

Richtig, antwortete ich, es ist dein Leben. Aber lebst du es auch? Wer bestimmt über dein Leben – du selbst? Oder der kleine Flach-Hirnersatz? Komm, wir unterhalten uns ein wenig, über das, was dich interessiert, was du gerade dort nachschauen wolltest – gut?
Demonstratives Schweigen. Blick aus dem Fenster.

Klar, der Mensch, der ihm da ins Gewissen redet, ist keine „gültige“ Instanz – so wie das Dummfon… dementsprechend bekommt er bestenfalls noch einen Blick, der Bände spricht („Was will der Opa da von mir?“) – und das kleine Viereck wird weiter bewischt… spätestens nach 5 Minuten.

Es gibt genug Menschen, die gegen diese neue Sucht anschreiben, Schriftsteller wie Marc Manson oder Cale Newport, welche die Fähigkeit zur Aufmerksamkeit und Konzen­tration auf eine Sache als Schlüssel-Fertigkeit in der Informationsgesellschaft anse­hen. Und – sollte man ergänzen – überhaupt für ein glückliches und gesundes Leben.
Denn wie will ich mein Leben gestalten, wenn ich es nicht bewußt lebe…

Die „Digitale Demokratie“ für eine „freie Welt“?

Wohin die unkritische Rezeption der „modernen Technologien“ und die Schmalspur-Wissenschaft heute führen, kann man an vielen Artikeln ablesen, in denen das Hohelied auf die Digitalisierung gesungen wird – oft ein Schwanengesang der jeweils „materiell“ interessierten Menschen und Einrichtungen.

Da ist von staatlicher Verantwortung für den Datenschutz die Rede:
wo bitte sind hier noch „Staaten“? Ich sehe bei UPIK nur noch Firmen…
Und:
Wo bitte benehmen sich hier die „Verantwortlichen“ noch verantwortungsbewußt?
Soll offene Kriegshetze, wie vom Kleber- und der Laien-Schauspieler/in im „Öffentlich-Rechtlichen“ schamlos praktiziert, etwa von Verantwortungsbewußtsein zeugen?

Und auch in Rußland ist die ständige „Erinnerung“ an die Kriege (den „Sieg“ im WK-2, auch Afghanistan,und erst recht Syrien) tägliche Propaganda, auch von Seiten des von vielen so hochgelobten Präsidenten…

Freilich gibt es viele neue Technologien, die eine sehr präzise Identifikation eines Menschen anhand biometrischer Merkmale, die sich in der Summe (!) nicht so ohne weiteres „nachmachen“ lassen: Fingerabdrücke, die „Landschaft“ der Blutgefäße unter der Haut, die Stimmenanalyse durch Zerlegung in Fourier-Reihen, Handschrifterkennung u.a.

Die Frage ist, wie verbreitet diese in der Praxis sind. Ich konnte mich im vorvorigen Jahr persönlich davon überzeugen, daß z.B. diese Art der Stimmanalyse bei einem BRvD-Landgericht und seinen Sachverständigen noch nicht bekannt war…

Wobei es für jedes einzelne Merkmal durchaus Möglichkeiten gibt, diese (Stimme z.B. per Tonaufnahme) zu kopieren (und auch Fingerabdrücke – mit einfachsten Mitteln, durch den CCC schon vor Jahren nachgewiesen) oder man – z.B. per Bluterguß an der fraglichen Stelle – deren Kontrolle plausibel verunmöglichen kann; auch Unter- und Handschriften lassen sich – mit hinreichend Übung – begrenzt kopieren.
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International wird fleißig an der „Standardisierung“ der biometrischen Kennzeichen gearbeitet, führend hier die Unterkommission ISO/IEC JTC1 sc37 „Biometrie“ mit bisher 120 fertigen und weiteren 30 in Bearbeitung befindlichen Normen.

Allerdings sind all dies nur „Polizei-Staat“-Normen, wovon sich jeder bitte durch eigenes Lesen überzeugen mag.

In Rußland verweist man gern auf die viel sorgfältiger und umfassender ausgearbeiteten Normen zur Informations-Sicherheit – allerdings ist die Skepsis gegenüber allen „staatlichen“ Maßnahmen bei vielen Menschen dort seit den „irren“ 90er Jahren enorm gewachsen.

Während die einen meinen, daß Diktatur oder Freiheit nicht von den Technologien abhängen, sondern in den Hirnen stecken und vom Willen der Menschen bestimmt werden, weisen die anderen auf einen wichtigen Unterschied hin.

Bei Papier-Dokumenten hat der Einzelne noch eine gewisse Chance, eine Fälschung, einen Mißbrauch oder eine unbefugte Benutzung nachzuweisen, auch wenn das nicht einfach ist.

Wenn es jedoch nur noch digitale Daten gibt, die zudem „staatlich“ aufbewahrt werden, dann hat der Einzelne keine Chance mehr, sich gegen mögliche Willkürakte bestimmter „Beamter“ zu wehren: „wollen Sie etwa behaupten, daß die staatlichen Daten falsch sind?“

Heute wird es zum Beispiel in Rußland praktiziert, daß ohne Wissen der jeweiligen Bürger von Gaunern auf deren Namen GmbHs registriert werden oder jemand als voll verantwortlicher Geschäftsführer einer Firma offiziell eingetragen ist, wovon er keine Ahnung hat.

Denn schon die elektronische Kopie mancher Dokumente ist ausreichend, die Eintragung in die entsprechenden Register durchführen zu lassen – persönliche Anwesenheit nicht mehr erforderlich.

Und erst nach mehreren Monaten, wenn derjenige dann Post von der Steuerbehörde bekommt, merkt er, daß da in seinem Namen (und auf seine Rechnung!) gehandelt wurde.
Was aber, wenn „seine“ Firma inzwischen nicht nur Steuerschulden aufweist, sondern auch hohe finanzielle Verpflichtungen übernommen hat, für die derjenigen dann gerade­stehen soll?
Dann weise mal nach, daß nicht du das gewesen bist… und mit der Digitalisierung wird das noch viel schwieriger werden.
Und die fälligen Steuern werden gnadenlos erstmal eingezogen… sieh zu, wie du dann dein Geld wieder zurückbekommst und den dafür aufgenommenen Kredit finanzierst.
Vor allem, wenn „deine“ Firma formal schon wieder „aufgelöst“ wurde…
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Daten-Sicherheit?

Jeder einigermaßen erfahrene Hacker kann heutzutage andere Menschen in den vielen Datenbanken der unterschiedlichsten Einrichtungen (Krankenkasse, Rentenbehörde, Banken, Schufa usw.) hinterrücks schädigen.
Zwar ist das oft nachweisbar, aber nicht gerade einfach, und gewiß nicht billig:
wie aber übersteht ein alleinstehender Mensch, der sich plötzlich von allen finanziellen und sonstigen „offiziellen“ Möglichkeiten abgeschnitten sieht, die langen Monate, bis vielleicht seine Unschuld bewiesen sein wird?

Und auch die Sammlung biometrischer Merkmale der Bevölkerung ist in Rußland in vollem Gange: die riesige, bundesweit verbreitete Sparbank („Sberbank“) unter Herrn Gref, einem der bekanntesten westlich orientierten Neo-Liberalen, hat bereits umfas­send mit der Aufnahme von Gesichtern, Iris-Abbildungen, Stimmproben, Unterschriften und Fingerabdrücken ihrer Kunden begonnen. Weitere Banken ziehen nach – angeblich um nicht „Konkurrenznachteile“ zu erleiden. Wirklich?

Wie sicher aber sind die Datenbanken mit den biometrischen Merkmalen?

Bisher sind noch alle Datenbanken und Speicher aller, auch der höchstgeschützten Einrichtungen, wie bestimmter VSA-Geheimdienste oder des Pentagon, schon mal gehackt worden – von Fratzenbuch-Skandalen u.ä. ganz zu schweigen.
Insider geben offen zu, daß es keine absolute Datensicherheit gibt – und auch nicht geben kann.
Spätestens die „Weichware“ ist immer angreifbar und heutzutage qualitativ so schlecht, daß sich bei ausreichender krimineller Energie und Geduld immer (meist absichtlich eingebaute) „Hintertürchen“ finden lassen.

Und jeder, der sich das EULA eines gekauften Computer-Programms mal in Ruhe durch­gelesen hat, der weiß, daß ALLE heutigen Rechnerprogramme die wohl einzige Ware sind, für die der Hersteller KEINERLEI Verantwortung und Haftung übernimmt.

Worüber reden wir also bei der sogenannten Digitalisierung?
(LH)

Quelle: https://bumibahagia.com/2019/06/29/schoene-neue-welt-die-hauptdroge-des-21-jahrhunderts/

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Luckyhans  30. Juni 2019
Rubrik: Politik/Gesellschaft/Umwelt

Ein Gedanke zu „Schöne neue Welt / Die Hauptdroge des 21. Jahrhunderts“

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