Thrakien griechisches Land, Griechenland und der Ruf nach nationaler Einheit

Georgios Em. Dimitrakis
Zeichnung: Latuff

Griechenland, die Wiege der Zivilisation, wurde, auch wenn es im Laufe der Jahrhunderte von Barbaren besetzt war, niemals unterworfen, es leistete Widerstand und überlebte. Doch für das heutige Drama unseres Heimatlandes, das noch nicht zu Ende ist, sind die Geiselnehmer des modernen Griechenlands, die Lügner, Auslandsliebhaber und Verräter verantwortlich, die seit Jahrzehnten das Wahlrecht des griechischen Volkes missbrauchen und es rücksichtslos plündern.

 

Γεώργιος Εμ. Δημητράκης: Θράκη γη ελληνική, η Ελλάς και η έκκληση εθνικής ομοψυχίας
Aus dem Griechischen übersetzt von Emmanuel Sarides

 

In den späten 1960er Jahren beschlossen die Deutschen, unterhalb des Platzes, direkt vor dem Kölner Dom, einen Parkplatz zu bauen. Die Kirche ist gotisch und hat zwei Glockentürme mit einer Höhe von je 157 Metern, sie ist die größte Attraktion der Stadt. Dabei überlegte man aber, dass sich in der Nähe die alte römische Mauer der Stadt befinden könnte.

Deutschland hat einen Archäologischen Dienst, der formell dem Griechischen Archäologischen Dienst ähnlich ist. Der Unterschied besteht darin, dass sich der Deutsche Archäologische Dienst sowohl für die Altertümer in Deutschland als auch für den Fortschritt des heutigen Deutschlands interessiert ist. Er arbeitet nicht diktatorisch, er blockiert nicht den Fortschritt und ist nicht mit Interessen Dritter verflochten. So begannen die Ausgrabungen für den Bau der Tiefgarage und dabei wurde die antike römische Mauer gefunden. Sofort, wir betonen das „sofort“, nicht nach ein ein paar oder nach vielen Jahren, die Mauer wurde isoliert, mit starkem Glas umgeben und der Bau der Tiefgarage wurde fortgesetzt. Heute kann jeder, der diesen Ort besucht, die antike römische Mauer wie im Schaufenster sehen.

Wer erinnert sich noch daran, was am Kotzia-Platz in der Innenstadt von Athen, gegenüber dem Athener Rathaus, passiert ist, als es für den Bau einer Tiefgarage ausgegraben wurde? Beim Bau war ein alter hellenistisch-römischer Friedhof gefunden worden. Sofort griffen die Neo-Sultane unseres Archäologischen Dienstes ein, das Projekt wurde gestoppt und die Baugrube war fünfzehn Jahre lang verlassen. Man hätte sie heute noch „bewundern“ können, voller Müll und als eine „Parkanlage“ von riesigen Ratten vom nahe gelegenen Athener Fleischmarkt. Die Anwohner empörten sich und der Staat war dann gezwungen, das Projekt abzuschließen.

So verhält sich der Griechische Archäologische Dienst, wenn es um den Schutz des nationalen Erbes geht. Natürlich wird für den „Staat von Kolonaki“ (Kolonaki heißt ein Stadtteil im Zentrum Athens, in dem die Reichen wohnen, E.S.) als nationales Erbe hauptsächlich das betrachtet, was sich in Attika oder zumindest in der Nähe größerer Städte befindet. Die Region Ostmakedonien-Thrakien hat keine großen städtischen Zentren und ist daher „offshore“ und dazu tragen die „tolerante“ regionale Selbstverwaltung und die örtlichen Gemeinden bei. Die Region hat aber viele historische Denkmäler, alte und byzantinische, aber auch aus der postbyzantinischen Zeit. Sie werden jedoch nicht gepflegt und nicht bekannt gemacht, da sich niemand für die touristische Entwicklung der Region interessiert.

Eine der Frauen des Priamos war Castianira aus Aesmi von Thrakien. Dardanos, der Großvater des Priamos, stammte aus Sapaia Thrace. Spuren von ihnen gibt es noch, doch sie werden nicht verfolgt und nicht erforscht, ähnlich wie die Höhle des Zyklopen Polyphemos in Makri in der Präfektur Evros, nahe der Stadt Alexandrupolis. Diese von Homer bekannte Höhle befindet sich 150 m vom Meer entfernt.

Odysseus, festgeklammert unter einem Schafbock, trickst Polyphem aus und entflieht

Ich weiß nicht, wie viele Menschen aus Thrakien und vom übrigen Griechenland diese Höhle besucht haben. Aber ich weiß, dass Touristen, die Thrakien besuchen und auch viele, die auf dem Weg nach Konstantinopel sind, sie besuchen würden. Sie haben Homer gelesen und sind sich ihrer Bedeutung und Existenz bewusst. Ich bitte den Thrakern, keinen ausländischen Besucher, der sie bittet, ihm die Zyklopenhöhle zu zeigen, dahin zu führen. Denn wenn sie sie sehen würden, wäre es eine Schande für Griechenland. Denn die Höhle des Zyklopen Polyphemos ist leider keine Attraktion, sondern eine gewöhnliche und sehr unbedeutende Höhle, wie die Baugrube vom Kotzia-Platz in Athen, die für 15. Jahre unsere Hauptstadt „schmückte“.

Das sind die Zustände und die Schande von uns allen, von allem aber des „Kolonaki Staates“ und der völlig unzulänglichen regionalen Gleichgültigkeit und Korruption.

Griechen! Griechenland, die ewige Wiege der Zivilisation, wurde, auch wenn es im Laufe der Jahrhunderte von Barbaren besetzt war, niemals unterworfen, es leistete Widerstand und überlebte es. Aber für das heutige Drama unseres Heimatlandes, das noch nicht zu Ende ist, verantwortlich sind die Geiselnehmer des modernen Griechenlands, die Lügner, Auslandshörigen und Verräter, die seit Jahrzehnten das Wahlrecht des griechischen Volkes missbrauchen, und es rücksichtslos plünderten. Sie ruinierten buchstäblich unsere Träume und zerstörten unser Heimatland.

Unsere Heimat wird seit Jahrzehnten auf dem Zocker-Tisch der Schuldigen gespielt. Jetzt wieder, allein für deren eigene Rettung, der einzigen Schuldigen für unseren Untergang, Bankrott und nationale Zerstörung in Friedenszeiten, trotz des Willens des griechischen Volkes, jetzt mit ihrer endlosen Unterwerfung und Knechtschaft und ihren tödlichen Memoranda, die uns Griechen demütigen, uns und unsere Heimat verkaufen und unser Volk in extremer Armut, nationaler Demütigung und ewiger Versklavung geführt haben.

Der führende Oxford-Historiker Arnold J. Toynbee (1889-1975) schreibt in seinem Werk „The Greek Civilization and Charakter“: „Die griechische Geschichte enthält Seiten von ewiger Herrlichkeit und Majestät, aber auch von Hast und Traurigkeit. Politische Blindheit und endlose Leidenschaftlichkeit haben Griechenland immer zu nationalen Katastrophen geführt.“

Griechen! Die Rettung unseres Landes, die Wiederherstellung unserer nationalen Souveränität und Unabhängigkeit, die Wiederherstellung der Ehre unserer Nation, die Wiederherstellung unserer Menschenwürde, aber auch die Bestrafung aller verantwortlichen und der gefährlichen Verfechter der Globalisierung und Muslimisierung ist eine nationale Aufgabe und Verantwortung von uns Griechen.

Wenn die nationale Souveränität unseres Heimatlandes auf dem Spiel steht, ist unsere Hauptaufgabe die Heimat zu verteidigen. Ohne Heimat werden die Geschichte, die nationalen Traditionen, die Rechte und die Kämpfe eines Volkes, die repräsentative Demokratie selbst, ausgelöscht.

Letzter Anruf! Griechen, unsere Heimat ist in Gefahr. Leisten sie Widerstand in nationaler Einmütigkeit!

Georgios Em. Dimitrakis
ge.dim41@gmail.com
Der Autor ist kretischer (Vater aus Marios N. Rethymnon, Kreta) und thrakischer (Mutter) Herkunft. Er wurde in Xanthi geboren und lebt auch dort. Hat Politikwissenschaften und Soziologie an der Universität Bonn und Geschichte und kulturelles Erbe in Athen studiert. Er ist seit 30 Jahren diplomierter Touristenführer für ganz Griechenland.

Georgios Em. Dimitrakis  21. Januar 2020
Rubrik: Griechenland

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