Bau der TAP-Gaspipeline in Griechenland abgeschlossen

Der Bau des griechischen Abschnitts der TAP-Gaspipeline wurde abgeschlossen, Anfang Dezember soll er seinen Test bestehen und 2020 wird TAP mit der Lieferung von Gas nach Griechenland, Italien und Albanien beginnen und später auch die anderen Balkanländer mit Gas versorgen

 

Medien und Politiker in Griechenland haben die Fertigstellung begrüßt: „Dies ist ein Projekt von besonderer geopolitischer und wirtschaftlicher Bedeutung für unser Land, da es zur Herausbildung Griechenlands als regionales Energiezentrum beiträgt, eine neue Versorgungsquelle für den griechischen und den europäischen Erdgasmarkt darstellt und eine der größten Auslandsinvestitionen in Griechenland mit erheblichem inländischen Mehrwert ist: Sowohl Baustoffe als auch Bauunternehmer und die überwiegende Mehrheit der Arbeitnehmer kommen aus dem griechischen Markt und den örtlichen Gemeinden“.

Dies alles war bei einem Treffen des Ministers für Umwelt und Energie, Kostis Hatzidakis, mit dem CEO von TAP, Luca Schieppati, und der Leiterin des Projekts für Griechenland Katerina Papalexopoulos zur Sprache gekommen. Sie meinten:

-TAP ist eine Investition in Höhe von insgesamt 1,5 Mrd. EUR. Euro, die erheblich zur Wirtschaft und Entwicklung Nordgriechenlands beiträgt.

-Mehr als 3.500 Menschen haben an dem Projekt gearbeitet, die meisten von ihnen aus den lokalen Gemeinden.

-TAP hat Dienstleistungen und Waren von mehr als 800 Unternehmen im Land erworben.

-TAP realisiert ein umfangreiches Programm sozialer und ökologischer Projekten im Werte von 32 Millionen Euro.

Nach Abschluss der Besprechung sagte Hatzidakis:

„Die Regierung der Neuen Demokratie hat diese Investition immer unterstützt. Heute weiß jeder, dass TAP ein geostrategisches Projekt für Griechenland ist, das es zu einem wichtigen Energiezentrum in der weiteren Region macht…Ich bin sicher, dass TAP als Hebel anziehend und andere groß angelegte Investitionen im Land handeln wird. “

Was ist davon wirklich, was nur als politische Propaganda zu verstehen? Schwer vorstellbar, wie der griechische Teil der TAP im sogenannten „Südlichen Gaskorridor“ einer Pipeline, die in Aserbaidschan beginnt und in Italien endet und von dort aus aus die europäischen Märkte wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien beliefern soll, zur Wirtschaft und Entwicklung Nordgriechenlands beitragen kann.

Es sei denn, die Gaben der TAP im Rahmen seiner sozialer und ökologischer Projekten in Griechenland und Albanien im Werte von 32 Millionen Euro, werden als wirtschaftliche Entwicklung betrachtet. Denn TAP hat 10 Katastrophenschutzfahrzeuge an die dezentrale Verwaltung von Mazedonien und Thrakien (Griechenland) gespendet, die 10 Millionen Euro gekostet haben sollen (1 Mio. Euro pro Fahrzeug, wow!). Und am 16. September 2019, am ersten Schultag, weihten TAP und die Gemeinde Berat in Albanien eine brandneue Schule in Uznova ein, die neunte in Albanien, Investition in Höhe von 540.000 Euro, außerdem wurde in der Gemeinde Skrapar, auch in Albanien, ein neuer Kindergarten in Çorovoda gebaut, Investition von 498.000 Euro.

Und Griechenland als Energiezentrum, stimmt das? Die Trans Adriatic Pipeline AG (TAP) ist eine Aktiengesellschaft nach Schweizer Recht mit Sitz in Baar, Schweiz und ein Joint Venture von sechs Energieunternehmen, die sich für ihre Planung und Bau zusammengeschlossen haben (wie die Wikipedia Karte zeigt). Griechische Beteiligung? Da kann man lange suchen

Früher hat man den Afrikanern Glasperlen angeboten und dafür ihre Boden- oder Kulturschätze bekommen/geklaut, heute sind da Projekte oder Entwicklungshilfe, die demselben Zweck dienen, es sind Schulen, Kindergärten oder Autos und heißen Filfen, Hilfen zur Selbsthilfe oder Wohltätigkeiten, um Begriffe war der Westen niemals vferleγen . Aber „Wohltätigkeit beseitigt nicht die Wurzeln der Armut“, wie Volker Seitz in seinem Buch „Afrika wird armregiert“, München 2018, schreibt. Volker Seitz hat 17 Jahre als deutscher Botschafter in afrikanischen Ländern gearbeitet. Er erklärt das so:

„Das Geld wird an zumeist korrupte Regierungen gezahlt, deren Willen es weitgehend überlassen bleibt, was sie damit machen. Das meiste Geld verschwindet in deren privaten Taschen. Und in Gang gesetzte Projekte versanden vielfach im Laufe der Zeit irgendwie. Bei den Armen kommt nichts an. Die zentralen Probleme im Bildungs- und Gesundheitswesen, sowie in der Förderung unternehmerischer Initiativen aus der eigenen Bevölkerung werden nicht angegangen. „Die Entwicklungshilfe, wie wir sie heute kennen, lädt zum Missbrauch ein. Korruption als private Vorteilsnahme auf Kosten des Gemeinwohls ist mir in allen Entwicklungsländern begegnet.“ Das Samariterverhalten des Nordens schwächt oder zerstört die Anreize der Empfänger zu eigenen Anstrengungen. Mit unserem Dauermitleid verstärken wir nur eine Sozialhilfementalität, die in manchen afrikanischen Staaten schon chronisch ist.“  (S. 100, 101)

Nicht anders mit den internationalen Konzernen des Westens, die denen gehören, die man nicht nennen darf. Mit dem Bau der Pipeline auf seinem Territorium setzt Griechenland auf einen Wirtschaftsschub, der nur die Höffnung die zuletzt stirbt, was die moribunde griecheische Wirtschaft anbetrifft. Das Geschäft machen andere, sowohl wirtschaftlich, als auch politisch, denn mit dem Bau der TAB soll die EU unabhängig von russischen Gaslieferungen werden.

Ganz anderes wäre es, wenn die russische Gasleitung „South Stream“ realisiert worden wäre, die russisches Gas über Bulgarien zum griechischen Hafen Alexandrupolis transportiert würde. Doch diese Gasleitung wurde von den EU mit Hilfe der griechischen Revolutionäre von Tsipras und Syriza blockiert.

 

 

Emmanuel Sarides  26. November 2019
Rubrik: Global/Globalisierung/NWO

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