Die enorme gesellschaftliche Bedeutung der Dummköpfe im heutigen Leben

Der Soziologe Evangelos Lebessis hat diesen Aufsatz über die Situation in Griechenland der Zwischenkriegszeit geschrieben. Damit beschreibt er die Gesellschaft treffender als jemals zuvor, nicht nur in Griechenland, sondern im gesamten EU-Raum

 

Original: Evangelos Lebessis Η τεράστια κοινωνική σημασία των βλακών στον σύγχρονο βίο
Übersetzung und redaktionelle Überarbeitung: Emmanuel Sarides

Ursprünglicher Text: http://www.24grammata.com/wp-content/uploads/2011/11/Lebessis-24grammata.com_.pdf

Dummheit, als Gegenstück zur Intelligenz, charakterisiert besonders bestimmte Typen und Gruppen von Menschen, die Macht als Quelle zur Bedienung von Eigeninteressen und als Klientelschnittstelle sehen. Die „Dummköpfe“ versuchen also, im Gegensatz zu den Intelligenten, in der Regel mit unehrlichen, unfairen oder sogar illegalen Mitteln egoistischen Interessen auf Kosten des Gemeinwohls zu dienen. Aber ihr Problem ist, dass sie nicht die intellektuelle Fähigkeit haben, die langfristigen Auswirkungen ihres Handelns auf die Gesellschaft und auf sich selbst zu bemerken. Das Hauptziel der Studie, die einen sehr eigentümlichen Humor hat, ist es, die wesentlichen Dimensionen und Aspekte der Pathogenese der modernen griechischen Gesellschaft hervorzuheben, die zeitlos und auf jeden Fall gegenwärtig zu sein scheinen.

Der Soziologe Evangelos Lebessis hat von 1930 bis 1956 als politischer Kommentator, Kolumnist, Professor an der Panteion Universität, Herausgeber vieler Publikationen, Direktor des Athener Radiosenders und vieles mehr gearbeitet. Er wurde 1906 in Chalkida geboren und studierte in Deutschland. Dieser Aufsatz, der 1941 in der Katharevousa in seiner ursprünglichen Form verfasst wurde, wurde erstmals im September 1941 in der juristischen Zeitschrift „Zeitung der griechischen Juristen“ veröffentlicht und im November 1976 in der Juristischen Zeitschrift „Administrative Gerechtigkeit “ nachgedrückt, ist eine Gesellschaftskritik gegen Korruption und Vetternwirtschaft und wird jetzt oft sowohl in gedruckter als auch in elektronischer Form veröffentlicht.

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KLASSIFIZIERUNG VON DUMMHEIT

Die Dummköpfe (griech. βλάκες, Singular βλαξ) werden in zwei große Hauptgruppen eingeteilt, die völlig unterschiedlich sind und weitere drei Varianten. Die erste Gruppe befindet sich in den unteren sozialen Rängen, hat die untergeordneten sozialen Positionen inne und ist Ggegenstand von Ausbeutung. Von Interesse ist aber vor allem die zweite Gruppe, deren Mitglieder große Positionen in der Gesellschaft einnehmen. Basierend auf dem Prinzip der minimalen Anstrengung, kommen sie Zusammen, um eine stärkere Kraft in der Gestalt der Wenigen oder des Einen zu bilden und sie organisieren sich in Gruppen, die in der Soziologie „Cliquen“ genannt werden.

Dieser Menschentypus hat eine Manie, Organisationen aller Art und so viel wie möglich anzugehören. Dies erklärt sich zunächst aus dem Mangel an Individualität, der eine große Leichtigkeit zur Herdenbildung zur Folge hat. Darüber hinaus wird er ständig von Angst und Panik verfolgt, dass er an den „Rand“ gedrängt werden könnte. Ergebnis: Ein automatisches Zusammenströmen von Dummköpfen in allen möglichen Organisationen. Wenn diese Organisationen materielle Interessen versprechen, behalten sie zumindest die Ernsthaftigkeit ihrer Interessen bei. Aber wenn sie geistiger Art sind, verwandeln sich im Laufe der Zeit zur völligen Βλακοκρατία, zur Herrschaft der Dummköpfe.

Demnach ist es verständlich, dass die Legionen der Dummköpfe von allen Arten von herdenähnlichen, antiindividualistischen und Massenorganisationen und Theorien sowie von jeder Art von Interventionismus oder geleiteter Ökonomie unwiderstehlich angezogen werden. Dies erklärt auch die endlose Auswahl von Dummköpfen in den Gruppensystemen, die sich mit Hilfe eines politischen Zwangs zu einem politischen und sozialen Regime verfestigen. Die Gedankenfreiheit (nur nützlich für diejenigen, die denken können) ist für die Dummköpfe besonders widerwärtig, weil sie, wenn sie von anderen ausgeübt wird, gegen sie, gegen ihre Interessen und gegen die autoritären Positionen, die sie besitzen, gerichtet ist.

Basierend auf dem Oben Gesagten, ist es leicht, die unwiderstehliche Tendenz der Dummköpfe zu allen Arten von herdenmäßigen Auftritten, gesellschaftlichen Veranstaltungen, zur Projektion durch die Medien, Auszeichnungen, Titel, Diplome und alle Arten von „Orden“ zu interpretieren. Und hier stellt sich eine große Frage: woher und wie weit ist die Möglichkeit des Dummkopf-Herde gegeben, auf effiziente Weise zu handeln? Dies liegt zum einen daran, dass bestimmte Dummköpfe subalterne, aber völlig „verhängnisvolle“ Positionen im sozialen Organismus innehaben, die in der Praxis auf seinen unteren Ebenen basieren. In der Praxis die Personen der herausgehobenen Positionen hängen von den Minderwertigen und manchmal sogar nimmt diese Abhängigkeit Formen der reinen Erpressung. Beispielsweise könnte ein Mitarbeiter fördern oder begraben einen Fall in seinem Dienst oder einen Verbrecher in einer Polizeibehörde decken, wenn die unteren Ränge der Hierarchie erklären sich mit ihm solidarisch. Zweitens können die „Cliquen“ ihre Mitglieder in den höheren Rängen fördern und sich selbst erhöhen und dadurch die Aktionen höher stehender Ränge für Personen, die fähig und in der Lage sind behindern. Damit werden Grundlagen der Βλακοκρατία/Blakokrateia verstärkt und und die Situationen verewigt. Geht ein Blax, kommen zehntausend. Denn wenn ein Blax auf die höheren Stufen steigt, wird er Personen fördern, die schlechter sind als er selbst.

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Die Dummköpfe werden in drei große Untergruppen oder Varianten eingeteilt. Die erste Variante umfasst Dummköpfe und inkompetente Menschen, die auf Positionen klettern und sie besetzen, in denen ihre Unzulänglichkeit zumindest erträglich, wenn nicht sogar vorteilhaft ist. Oft besetzen diese Leute Posten, die von einem ernsthaften Menschen abgelehnt würden. Aber manchmal können sie sogar ernste Faktoren einer Regierung oder sogar des Präsidenten einer Republik werden. Natürlich versprechen diese Positionen Ehrungen, Dekorationen, Partys und so weiter.  Für einen solchen Anstieg sind besondere Qualifikationen erforderlich. Erstens, ein vollständiger Mangel an Selbstbewusstsein. Dieser manifestiert sich in einer ständigen Abwesenheit der eigenen Meinung über jede Frage, in der Angst vor Konflikten und Ablehnung, sowie in einer wortkargen Langeweile, die auch als gründliches Denken verkauft werden kann, in Wirklichkeit aber nur ein absoluter Mangel an Geist und Wissen ist. Kurz gesagt, diese Art von Dummköpfen sind diejenigen, die Ernsthaftigkeit zur Schau tragen und gliedern sich in zwei Untergruppen: in diejenigen, die Menschen „aufgabeln“, d. h. Menschen „aufstöbern“ und diejenigen, die sich „snobistisch“ verhalten.

Denjenigen, die Menschen „aufgabeln“, sieht man in ihrem Gesicht die dämmliche Schlaubergerei. Die Intelligenz eines solchen Dummpofs besteht in der Überzeugung seiner Fähigkeit, seine Intelligenz sorgfältig zu verbergen. So vermeidet er das Reden und beschränkt sich darauf, die Worte anderer zu hören, was sogar mit einem klugen dummen Grinsen einhergeht. Er vermeidet es zu antworten, weil er nicht so „dumm“ ist, sich zu vgerraten. Im Prinzip betrachtet er jeden Menschen als Feind, der darauf lauert, ihn zu packen, um ihn zu entlarven, wenn er versehentlich etwas wichtiges ausgesprochen hat. Deshalb ist ein solcher Typ die ganze Zeit besonders vorsichtig. Er betrachtet jeden, der eine Meinung und Ansicht geäußert hat, als Dumm, während er seine Intelligenz fleißig hinter einem herablassenden Lächeln versteckt. Für die Intellektuellen, und vor allem für diejenigen, die für was besseres kämpfen, hat er eine unendliche Verachtung und er behandeln sie mit einem dezenten Selbstbewusstsein, Herablassung und einer bescheidenen Überlegenheit.

Diejenigen, die auf „Snob“ machen, sind eine echte soziale Geißel. Sie reden zum größten Teil viel und erschweren mit exzessiven, kleinen, offensichtlichen und selbsterklärenden Dingen, die sie für große, undurchsichtige und wichtige darstellen. Sie schmücken sogar ihren pompösen Stil mit einer schützenden Haltung, die auf die Sympathie der Zuhörer spekuliert, obwohl ihr einzige Zweck darin besteht, die Anderen zu erniedrigen.

Der zweiten Variante gehören die sogenannten Goldenen Mittelmäßigkeiten, die in einem rudimentären Ton der Intelligenz beschließen, so zu tun, als seien sie dumm, sie machen „Ente“, wie die Griechen sagen, sich dumm zu stellen. Mit anderen Worten, sie sind mittelmäßig intelligente Menschen, die so tun, da sie ja wissen, dass sie unter Narren leben,  dass wenn ihre mittelmäige Intelligenz offensichtlich wird, sie Gefahr laufen, dass dies zu ihrem Ungunsten sich verwandeln kann. Diese Rolle ist natürlich besonders schwierig. Erstens ist es sehr schwierig, dass man sein geistiges Potential und dessen unvermeidliche Spiegelungen in seiner äußeren Erscheinung zu verbergen. So strahlt die Erscheinung eines mittelmäßig Intelligenten Menschen , der kein besonderes schauspielerisches Talent besitzt und dennoch  versucht, die „Ente“ zu machen, sich also dumm zu stellen, die Aura eines Menschen in einem Zustand der Verteidigung oder der Flucht und schlimmstenfalls eines Tieres in Panik. Die widersprüchlichen Gefühle Abscheu, Abneigung und Furcht den anderen gegenüber, die Entschlossenheit, sich selbst zu überwinden, aber auch der eigenen Ablehnung für den Kompromiss, verraten seine Schwäche, mit den „Anderen“ inhaltlich zu konkurrieren. Denn die Anderen, als echten Idioten, haben einen derartigen Instikt und Verdacht,  dass jeder Versuch der mittelmäßig Intelligenten sich zu verstellen zum Scheitern verurteilt ist während seine wahre Aufrichtigkeit als Heuchelei ausgelegt wird.

Beim Dummkopf ist der instiktive Verdacht so entwickelt, dass er nicht in der Lage ist, Überlegungen und intelligente Berechnungen auf der Grundlage des Verstandes anzuerkennen. Für den Dummkopf ist der Mechanismus des Intellekts fremd und verstandesmäßig unzugänglich. Der Argumentation der Anderen gegenüber fühlt er sich unbewaffnet und wehrlos. So besitzt er, genau wie ein wildes Tier oder ein primitiver Mensch, nur eine Verteidigung: den instinktiven Verdacht. Der Verdacht und die sich daraus ergebenden Schlauheit stehen aber am Ende gegen den Verstand, obwohl der Verstand evolutionär nicht konträr zum Instinkt steht, sondern eine Bereicherung des Instinkts mit logischen Mitteln ist. Schlauheit ist die aktive Seite und die zweite Stufe des Verdachts, d.h. die Schlauheit erfordert handeln, Aktion. Eine Aktion, die in erster Linie einen defensiven Charakter hat und ein Tier voraussetzt, das geistig verwirrt und instinktiv panisch ist. Und von daher es äußerst gefährlich ist. Die dämmliche Qualität der Überlegungen und Schlussfolgerungen fördert die passive Verteidigung, die  Verdacht auf aktive Abwehr und Bekämpfung vom „Verdächtigen“ genannt wird. Außerdem kommen albernen Träumereien und Schlussfolgerungen aktivieren in der Praxis Methoden vergleichbaren geistigen Niveaus wie Schmeichelei, Falschheit, Intrigantentum, Jammern und Betteln, ein Anbieten von Dienstleistungen mit unmoralischem Inhalt, Hände küssen, Reden halten, Zusammenklauben schneichelhafter Gedichte und alles, was man sich vorstellen kann, situationsbedingt. Diese letzte positive und lukrative Verwendung der Schlauheit wird Geschicklichkeit genannt. Und hier geschieht das erstaunlich Folgende: die Gemeinheit und die geistige Minderwertigkeit der Geschmeichelten verleiht diesen dämmlichen Mitteln eine große und zwar so sehr, dass die Dummköpfe mit ihrer Geschicklichkeit schließlich ihren Zweck erfolgreich erreichen, sie werden gefördert und sie setzen sich durch.

Hier stellt sich natürlich eine sehr große Frage: Welche Kategorie von Dummköpfen ist die gefährlichste für die Gesellschaft, diejenige, die alles begeht, was wir oben erwähnt haben, oder diejenige, die all diese geschickten Dummköpfe für intelligent hält? Mit anderen Worten, wer ist dummer, der Schmeichler oder der Ggeschmeichelte? Wie auch immer, sicher ist, dass alle Mittel der so genannten Schlauheit völlig unabhängig von der Intelligenz sind und dass niemand, der wirklich intelligent ist, hat es überhaupt nicht nötig, sie zu verwenden, da die Intelligenz einem zweifellos die Fähigkeit gibt, zu kämpfen und sich mit seinem Wert durchzusetzen. Es wird nicht bestritten, dass die Mittel, welche die Geschickten benutzen, leichter zum Ziel führt. Es wird auch nicht bestritten, dass wenn der Geschmeichelte, der an die Aufrichtigkeit des Geschickten glaubt, auch ein Dummkopf ist. Es kann doch nicht bestritten werden, dass wenn der Geschmeichelte ein Dummkopf ist, auch der Schmeichler ein solcher ist. Leider hat es kein Intelligenter bisher geschafft, einen Dummkopf zu überzeugen und kein Verständnis konnte zwischen heterogenen Gehirnen erreicht werden. Damit sich zwei Köpfe verständigen können, müssen sie entweder gleich leer oder gleich voll sein. Klassisch ist das Scheitern eines Intelligenten, der versucht hat, in die psychische Struktur der Dummkopf-Welt einzudringen. Und leider… jedesmal, wenn die Dummköpfe es geschafft haben, höhere Ämter zu beherrschen, war das Schicksal der gescheiterten Intelligenten tragisch. So tragisch, dass sie bis an den Rand der Verzweiflung kamen, ihre Karriere beenden müssten oder sogar sich das Leben nahmen. Im Gegensatz dazu keine einzige Wolke störte jemals den Konsens unter den ähnlich strukturierten Dummköpfe, welche die gescheiterten Intelligenten eindeutig für Idioten halten.

Die dritte Variante ist eine fortgeschrittene Form der Vorherigen. Hier sind einige dumme Gauner, begleitet von einer anderen dämmlichen Untergruppe, den dummen Fans der Dummköpfe. Die ersten zögern nicht, mit Eleganz auf der Grundlage eines so genannten Utilitarismus zu verkünden, dass Ehrlichkeit Dummheit ist. Aber wenn ein Dummkopf wegen seiner mageren geistigen Mittel in Geschicklichkeit flüchtet, wird er auch nicht zögern, auch auf den Betrug zurüzuckgreifen. Der Betrug, wie bekannt, ist entweder die falschen Dinge als wahr zu präsentieren, oder die Wahrheit zu unterdrücken. Das erklärt die vorherrschende Meinung unter den gewöhnlichen Menschen, dass der Betrug gelingt auf der einen Seite wegen der Intelligenz der Betrüger und auf der anderen Seite wegen der Leichtgläubigkeit der Opfer. Allerdings kann jeder, sogar ein Idiot, falsche Dinge als wahr darstellen. Die Masche ist der geistig leichtere Weg, deswegen kann sogar ein geistig minderbemittelte darauf zurückgreifen. Im Gegensatz dazu sind die ehrenvollen Mittel viel schwieriger, weil sie geistige Energie und eine wirkliche individuelle Stärke voraussetzen. Zu den Bewunderern der Gauner ist jedoch die weit verbreitete Auffassung, dass es ausgeschlossen ist, dass ein Betrüger nicht ein Dummkopf ist, sondern sogar intelligent. Diese Wahrnehmung wird von der „Theorie“ der Dummköpfe über die Gutgläubigkeit abgeleitet. In der Tat, es ist wahr, dass der dämmlichste der Dummköpfe könnte einen Kant oder Beethoven betrügen. Und das, weil die Leichtgläubigkeit, alle anderen Menschen als ehrlich und so intelligent, ist der größte Beweis der geistigen Entwicklung und Kultur. Aber die Dummköpfe sind gewöhnt, nicht mit dem geistigen Mechanismus zu denken, den sie ohnehin nicht haben, sondern nur mit groben und externen Eindrücken. Sie gehen den Ursachen der Dinge nicht auf den Grund, sondern sie sind beeindruckt von den Fakten eines erfolgreichen Betrugs und aus einem solchen Ereignis kommen sie kurzerhand zu dem Schluss über die Dummheit des Opfers und über die Intelligenz des Betrügers.

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SOZIALE URSPRÜNGE DER DUMMHEIT

Es ist leicht zu erkennen, dass die Produktion von Dummköpfen keine Frage der Klasse ist. Die Natur hat dieses sehr großzügige Privileg nicht einer bestimmten sozialen Klasse gegeben, keiner sozialen Klasse wurden Dummköpfe vorenthalten. Dummheit hat keine Klasse als Heimatstadt. Es sind nur die psychologischen Unterschiede, die die Sorten und Variationen unter Dummköpfen der verschiedenen sozialen Schichten ausmachen und die Oberschicht scheint mit den unterhaltsamsten dieser Arten beschenkt worden zu sein. Der Dummkopf der höchsten Klasse, mit seiner physischen Atrophie seiner Willens-Welt und ohne seine eigene Spiritualität, nimmt sehr ernst die endlose Reihe von „must“ und Verboten, die ihm von den anständigen Familie auferlegt wurden. So gewinnt er innerhalb seiner Klasse den Titel des „gutes Kindes“, während er im objektiven Dialekt wohlwollend als „anständig“ oder „wie es sich gehört (Dummkopf)“ bezeichnet wird. Im Gegensatz dazu ein Kind des Volkes wird im jeweiligen Fall wörtlich und ohne Gnade, ganz eindeutig „Klotz“ oder „Schwachkopf“ genannt.   Und im Rahmen der unteren sozialen Klasse sind die Dinge für den Dummkopf ungemein schwieriger. Ein Dummkopf der höheren Gesellschaftsklasse genießet in der Schule die gesamte Bildung und Betreuung, die ihn psychologisch stärken. Das aber in seinen späteren Jahren verstärkt sein lächerliches Selbstbewusstsein und verleiht ihm die Möglichkeit, ungestört hohe gesellschaftliche Positionen zu erreichen während seine individuelle Existenz in der Gesellschaft bekannt ist. Im Gegensatz dazu ein Dummkopf aus dem Volk wird sehr hart erzogen, sowohl von seinen Eltern wie auch von seinen Lehrern und Mitschülern. Und diese Härte mit der Abwertung, den Schmähungen, Streichen, Beleidigungen und der Gewalt, kann ihn bis zum vollständigen psychologischen Zusammenbrch bringen. Nach alldem kann der Dummkopf der Volksschichten sehr schwer die soziale Leiter erklimmen und deshalb ist er, im Vergleich mit dem vollen Vertrauen und Prahlerei Dummkopf der höheren Klassen, viel weniger lächerlich, mehr aber symphatisch und zurückhaltend, weitgehend unbekannt aber sicherlich ungefährlich. In jedem Fall ist das geistige Proletariat jeder sozialen Herkunft eins und einheitlich.

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IST EIGENTLICH DIE EHRLICHKEIT EINE DUMMHEIT?

Nach all diesen Überlegungen ist zu fragen, in welcher Beziehung sich die Dummköpfe und die Bösewichte oder die Betrüger zum normalen Bürger stehen. Das heißt, das Verhältnis zwischen Ehrlichkeit und Dummheit oder zwischen Unmoral und Intelligenz. Die meisten Menschen glauben den Eindringling und der Betrüger möglicherweise Hufspezialisten, aber wohl zählen intelligente. Die meisten normalen Menschen betrachten den geschickt Agierenden und den Betrüger möglicherweise als unmoralisch, aber sie klassifizieren sie zweifellos unter den Begabten. Das Gegenteil ist aber der Fall: die Geschickten und die Betrüger sind einfach Unterteilungen des Dummkopfs. Und zwar folgendermaßen: kein Mensch mit echten Werten muss ein Schlauberger oder Betrüger werden. Die List ist eine physikalische Eigenschaft der Dummköpfe und entwickelte sich als die einzig mögliche Verteidigung, in denen die physische Atrophie des psychischen Mechanismus der Dummköpfe eine Entwicklung erlaubt. Allein aus dieser Schlußfolgerung ergibt sich, dass nur ein geistig verkrüppelter Mann hat Geschicklichkeit und Betrug nötig, um weiterzukommen und zu herrschen. Absolute Konsequenz der geistigen Behinderung eines Dummkopfs ist nicht nur seine Tendenz der Herde, nicht nur seiner Förderung, Rücken an Rücken mit der Legion seinesgleichen, sondern auch das Fehlen einer gegenteiligen Auffassung, das Vermeiden jeder Art von Konflikt und Schlacht und, statt dessen, seine Wendung an die billigeren und leichteren Mittel der Schmeichelei, der Gefälligkeiten, der Geschicklichkeit und des Betrugs. Worauf sich das unerschütterliche Dogma ergibt: die Unmoral ist ein exklusives Produkt von Dummheit.

Urheber: Evangelos lebessis

8. Dezember 2019
Rubrik: Politik/Gesellschaft/Umwelt

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